Außenstelle in schlechtem Zustand

Schulausschusssitzung: Schulsozialarbeit wird benötigt

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Dr. Ralf Weghöft, Schulleiter der Albert-Schweitzer-Schule, erklärte den Ausschussmitgliedern – hier Ausschussvorsitzende Anja Altmann (links) und Jens Borcherding – bei einem Rundgang die Probleme des Gebäudes am Nordertorstriftweg.

Nienburg - Von Max Brinkmann. Wasserschäden an der Decke, schlechte Luft und viele Räume ohne zweiten Fluchtweg: Dieses Bild bot sich den Mitgliedern des Schulausschusses am Mittwochabend.

Denn die Sitzung fand in der Außenstelle der Gymnasien Albert-Schweitzer-Schule und Marion-Dönhoff statt und zu Beginn führten die beiden Schulleiter Dr. Ralf Weghöft (ASS) und Lutz Kulze-Meyer (MDG) die Teilnehmer durch das Gebäude.

Das MDG nutzt die Außenstelle anders als die ASS: Während die Albert-Schweitzer-Schule dort hauptsächlich jüngere Schüler unterrichtet und auch Fachräume für Fächer wie Musik oder Bio nutzt, werden vom Marion-Dönhoff-Gymnasium lediglich einige Kursräume für die Oberstufe verwendet.

Kooperation zwischen Astrid-Lindgren-Schule und OBS

„Hier liegt noch viel Arbeit vor uns“, gab die Ausschussvorsitzende und SPD-Fraktionschefin Anja Altmann nach dem Rundgang zu. Einige der Einrichtungsgegenstände sind noch aus den 70er-Jahren und wurden noch nicht einmal renoviert beziehungsweise ausgetauscht. „Falls etwas getan wird, wäre unser erster Wunsch, dass das Gebäude mit W-Lan ausgestattet wird“, meint Kulze-Meyer. Auch das fehlt nämlich komplett. 

Nach einer kleinen Nachbesprechung des Rundgangs durch die sanierungsbedürftige Schule ging es mit der Tagesordnung weiter. Zunächst wurde beschlossen, dass die Astrid-Lindgren-Schule mit der Oberschule Nienburg kooperiert. Diese Kooperation ist quasi eine Fortführung der bisher mit der Leintorschule bestehenden Kooperation. Dadurch können zum Beispiel Unterrichtsinhalte und -durchführung besser aufeinander abgestimmt werden.

Ganztagsangebot stellt Schulen vor Problem

Sebastian Meyer stellte – stellvertretend für seine Arbeitsgruppe – die Ergebnisse der Bedarfsprüfung für Schulsozialarbeit für die einzelnen Schulen vor. Die Gruppe bewertete die Schulen anhand verschiedener Indikatoren – dabei wurde eng mit den Schülern und Lehrern zusammengearbeitet. Herauskam, dass besonders die Grundschulen in Langendamm und der Alpheide sowie die Oberschule Sozialarbeiter brauchen. „Wir sollten aber festhalten, dass auf jeden Fall alle Schulen Bedarf haben“, sagte Ausschussmitglied Jens Borcherding.

Anschließend ging es um die Auswirkungen des Ganztagsangebots an den Grundschulen der Stadt. Ingrid Dreyer (Sachgebiet Kinder, Jugend und Schule) berichtete, dass es Schwierigkeiten bei der Essensvergabe und den Mensen gäbe – man sei nicht auf so viele Schüler vorbereitet gewesen. Besonders die Alpheideschule mit dem Familienhort hat Probleme damit, alle Schüler unterzubringen. 

Planungen starten bald

Derzeit wird geplant, als Lösung eventuell mobile Einrichtungen zu nutzen. Diese könnten dann – je nach Bedarf – auch für andere Schulen genutzt werden.

Es steht allerdings fest, dass mit dem Ganztagsangebot ein Problem auf die Schulen zugekommen ist. Laut Dreyer sollte man sich bis zum nächsten Schuljahr Gedanken machen, wie man die Situation verbessern kann. In einem Monat soll es noch eine Bestandsaufnahme geben. Dann können genauere Angaben gemacht und mit den Planungen begonnen werden.

Bufdis gesucht

Zum Ende wurde noch auf ein weiteres Problem eingegangen: Dieses Jahr gibt es Schwierigkeiten genügend Bundesfreiwilligendienstleistende für die Nienburger Schulen zu finden. Im Bereich der Ganztagsbetreuung wird noch für die Nordertor- und die Albert-Schweitzer-Schule gesucht und für den Dienst mit Flüchtlingsbezug werden noch Freiwillige für die Grundschule am Bach, die Grundschule Nordertor, die Alpheideschule sowie für die Realschulen Nienburg und Langendamm benötigt. 

Interessierte können ihre Bewerbung an die Stadt Nienburg/Weser, Sachgebiet 112, Marktplatz 1, mit Angabe der Schule, in der man den Bundesfreiwilligendienst ableisten möchten, senden. Für inhaltliche Fragen zu den Einsatzstellen steht Ingrid Dreyer unter Tel. 05021/87263 gerne zur Verfügung.

Quelle: BlickPunkt Nienburg

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