Bürgermeister präsentiert Investitionsvorhaben der Bahntochter DB Netze

Nienburg: Neue Brücken über die Bahn

Bahnübergang - Andreaskreuz
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Vier sogenannte höhengleiche Bahnübergänge sollen verschwinden.

Nienburg - von Leif Rullhusen. Vier Bahnübergänge will die Bahntochter DB Netze im Nienburger Stadtgebiet durch Brücken sowie einen Tunnel ersetzen.

Rund 37 Millionen Euro will die Deutsche Bahn für diese Investitionen in die Hand nehmen. Die Stadt Nienburg möchte diese geplanten Baumaßnahmen in eine Netzlösung integrieren, die insbesondere die Bedürfnisse von Radfahrern berücksichtigt.

Nienburgs Bürgermeister Henning Onkes stellte die Ideen der Verwaltung in der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses am Donnerstagabend vor. „Das Projekt verdichtet sich. Wir dürfen bei der Bahn aber nicht in ein, zwei oder drei Jahren denken“, erklärte der Bürgermeister. Ein Zeitraum von fünf bis zehn Jahren sei realistischer.

Variante der Stadt ist kostengünstiger

Wichtig sei es, ein Votum für die Pläne der Stadt bei der Bahn zu bekommen. Diese sehen eine Kombination von Bahnquerungen und Ausbau des Radwegenetzes vor. Der große Vorteil für alle Beteiligten: Das Investitionsvolumen der städtischen Netzvariante beträgt nur die Hälfte, weil unter anderem der 25 Millionen Euro teure Tunnel entfällt. Damit muss die Deutsche Bahn weniger tief in ihre Taschen greifen und für die Stadt Nienburg ist der Unterhaltungsaufwand niedriger. Ein weiterer positiver Effekt sei die Entlastung des Straßenverkehrs, betonte Onkes. Wichtig sei dabei eine Anbindung von Plangebieten und Wohnraumreserve an die soziale Infrastruktur. Eine Steigerung des Radverkehrs von 10 auf 20 Prozent hält er für denkbar. Sie brächte mehrere Millionen Euro an Wertschöpfung, rechnete der Bürgermeister. „Das ist für die Stadt mehr als eine Kostenrechnung. Das ist ein Mehr an Lebensqualität.“

Ideen stoßen auf offene Ohren

Die von Henning Onkes präsentierten Ideen stießen bei den Ausschussmitgliedern grundsätzlich auf offene Ohren. Es gab aber auch Kritik. „Ich glaube nicht, dass mit diesen Maßnahmen eine Verdoppelung des Fahrradverkehrs zu erreichen ist“, zweifelte SPD-Fraktionschefin Anja Altmann. Auch sollte die Stadt nicht erst in zehn Jahren mit dem Ausbau des Radwegenetzes beginnen. „Wir haben bereits ein Radwegekonzept“, erklärte Altmann. Bemängelt wurde in der Sitzung, dass noch nicht einmal der seit langem geplante Ausbau der Fahrradstrecke von Holtorf in die Nienburger Innenstadt realisiert worden sei.

Quelle: BlickPunkt Nienburg

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