60 Jahre Landfrauen-Kreisverband Nienburg / 300 „Arbeitsbienen“ feierten in Liebenau

Nienburg ist ein „Leuchtturm“

Komikerin Babette bezog das Publikum, wie hier RWG-Geschäftsführer Arno Schoppe, in ihre Moderation mit ein.

Nienburg - LIEBENAU (sl) · Im Zeichen des Landfrauensymbols – der Biene – stand die Feier zum 60. Geburtstag des Landfrauen-Kreisverbandes Nienburg. Komikerin Babette nutzte das Wappentier und begrüßte in der Liebenauer „Schweizerlust“ rund 300 „Arbeitsbienen“ aus den sechs Mitgliedsvereinen (Borstel, Pennigsehl, Nienburg, Stolzenau, Uchte und Wietzen).

Insgesamt gehören 1 600 Landfrauen dem Kreisverband an. Für „Bienenkönigin“ Brigitte Scherb ist der Verband damit ein „Leuchtturm“ in Niedersachsen.

Die Präsidentin des Deutschen Landfrauenverbandes und Vorsitzende des Niedersächsischen Landfrauen-Verbandes ließ keinen Zweifel daran, dass die 500 000 aktiven Mitglieder ein wesentlicher Bildungsträger in Deutschland sind. „Wir haben im vergangenen Jahr 8 300 Veranstaltungen mit 250 000 Teilnehmerinnen durchgeführt. Das ist eine Steigerung um 1 500 Veranstaltungen“, verkündete Scherb stolz.

In Niedersachsen sei der Verein offen für alle Frauen aus dem ländlichen Raum, nur 30 Prozent der Mitglieder kommen von einem bäuerlichen Betrieb. Die Arbeit dieser Frauen wollte die Präsidentin nicht in die Ecke der „Hand- und Spanndienste“ abgeschoben wissen. „Eine regelmäßige Studie des Landwirtschaftsministeriums zeigt uns, dass diese Frauen vollwertige Mit-Unternehmerinnen sind“, betonte Scherb. Sie dankte den engagierten Nienburger Landfrauen für ihre Tatkraft und ihre Ideen sowie das karitative Engagement im sozialen Bereich.

Niedersachsens Landwirtschaftsminister Hans-Heinrich Ehlen (Kommentar Babette: „Wir wissen ja, was mit den Drohnen passiert.“) würdigte die zahlreichen Projekte des Kreisverbandes. Dazu zählte er Kochen mit Kindern, Transparenz schaffen, die Gästeführungen und den Landfrauen-Service. „Die Landfrauen bilden den Querschnitt der Bevölkerung ab und die Politik ist sich der Stärke des Verbandes bewusst“, betonte Ehlen. Landfrauenarbeit steht aus seiner Sicht für die Verbesserung der Lebensverhältnisse im ländlichen Raum. „Sie stärken das Miteinander in den Dörfern.“

Nienburgs Landrat Heinrich Eggers forderte die Frauen auf, sich stärker kommunalpolitisch zu engagieren.

Alle Facetten der Vereinsarbeit in den sechs Regionen erläuterte Komikerin Babette auf lustige Art und Weise. Dabei mussten einige der Ehrengäste auch kleine humoristische Seitenhiebe einstecken.

Kreisvorsitzende Martina Menzel und ihre Vorstandskollegin Annegreth Dierking betonten in ihren Grußworten die enge Vernetzung der Landfrauen zu allen gesellschaftlichen Gruppierungen. Sie dankten für die vielfältige Anerkennung der Arbeit und die Geschenke, die sie mit Hilfe der Verbandsarbeit wieder in die Region einbringen werden.

Den Abschluss bildeten Landfrau Annemarie Duensing und deren Tochter Brigitte mit einem persönlichen Rückblick auf die sechs Jahrzehnte. Die musikalische Umrahmung übernahmen die „Tontreffer“ aus Landesbergen.

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