Vom Opa unterstützt

Helene Nordbrock besteht „Bronze“-Schwimmprüfung mit vier Jahren

Stolz zeigt die vierjährige Helene ihr Bronze-Schwimmabzeichen. Sylvia Kuhlenkamp und Großvater Herbert Nordbrock haben sie dabei kräftig unterstützt.

Binnen/Nienburg - Von Leif Rullhusen. Voller Stolz zeigt Helene Nordbrock ihr Bronze-Schwimmabzeichen. Dazu hat sie auch allen Grund. Helene ist nämlich erst vier Jahre alt und damit eine der jüngsten, die diese Prüfung in Nienburg gemeistert haben.

Und das in einer Zeit, in der die Zahl der Nichtschwimmer unter jungen Menschen drastisch ansteigt. Erst kürzlich veröffentlichte die DLRG dramatische Zahlen, nach denen immer weniger Mädchen und Jungen Schwimmen lernen.

Neben Opa Herbert Nordbrock und Wesavi-Schwimmmeisterin Sylvia Kuhlenkamp sind an Helenes Schwimmerfolg auch zwei Ohrstecker beteiligt. Die gab es nämlich von ihrer Mutter für die tolle Leistung. Mit Blumen darauf: „Die habe ich mir gewünscht“, erzählt die Vierjährige. Mama Stephanie und Helene haben sie gleich am Tag nach der Prüfung gekauft.

Ganz alleine erarbeitet

Acht 25-Meter-Bahnen schwamm Helene in nur elf Minuten in einem durch, sie holte einen Ring aus zwei Metern Wassertiefe und sie beantwortete alle zu Fragen zu den Baderegeln richtig. Der Lohn: Das Bronze-Abzeichen.

Erarbeitet hat sich die kleine Badenixe das Schwimmabzeichen aber ganz alleine – mit engagierter Unterstützung von ihrem Opa. Der ist übrigens Rettungsschwimmer und war vor seinem Ruhestand bei der Bundeswehr unter anderem als Schwimmausbilder tätig. Jeden Montag gehen die beiden schon seit zwei Jahren regelmäßig im Wesavi schwimmen. „Am Anfang war es mehr planschen“, erzählt Herbert Nordbrock.

Langsam rangetastet

Selbstverständlich begleitete er seine Enkelin auch während der Prüfung auf der Nachbarbahn und motivierte sie. „Solch eine große Strecke ist sie vorher noch nie geschwommen“, berichtet der Opa voller Stolz. Angefangen hatte Helene mit einem Schwimmgurt an dem vier oder fünf Styropurblöcke für den nötigen Auftrieb sorgten. Langsam nahm die Zahl der Styropurblöcke ab, bis sich die Vierjährige ohne Hilfsmittel über Wasser halten konnte.

Seit Dezember auf der Jagd nach Abzeichen

Im Dezember vergangenen Jahres begann Helene dann, Schwimmabzeichen zu sammeln. Erst erschwamm sie sich den „Goldfisch“, dann folgten „Frosch“, „Seeräuber“ und der „Pirat“. Für den Goldfisch reichten noch acht Meter Schwimmen und ein Hüpfer vom Beckenrand aus. Innerhalb weniger Monate wurden aus den acht Metern acht 25-Meter-Bahnen – also insgesamt 200 Meter.

Dabei wird es sicherlich nicht bleiben: „Jetzt nehmen wir ‘Silber’ in Angriff“, ist sich Opa Herbert sicher. „Helene will auf jeden Fall bei Sylvia weitermachen.“

Quelle: BlickPunkt Nienburg

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