„Man darf keinen Frust aufkommen lassen“

Dietmar Thomsik geht in den Ruhestand

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Dietmar Thomsik weist seine Nachfolgerin Jana Winkler in ihren neuen Job ein.

Nienburg - Von Max Brinkmann. „Als die Fotos bei Google Maps besser wurden, hab ich mir auch mal die einzelnen Straßen angeschaut und gesagt ,Das hab ich gemacht’“, erzählt Dieter Thomsik und lacht. Er ist schon ein bisschen stolz auf das, was er in den verschiedensten Straßenbauverwaltungen geleistet hat. Ende des Monats geht er nach 40 Jahren Tätigkeit in den Ruhestand.

„Er war in vielen Bereichen zuständig“, sagt Uwe Schindler, Leiter der Behörde für Straßenbau und Verkehr in Nienburg, über seinen bald ehemaligen Kollegen. Thomsik stammt gebürtig aus Erichshagen-Wölpe. Nach einer Ausbildung zum Zimmermann schloss er seine mittlere Reife als zweiten Bildungsweg ab, bevor er seinen Wehrdienst absolvierte. Anschließend studierte er konstruktiven Ingenieurbau an der Volksschule Nienburg. 1977 bewarb er sich bei der Straßenbauverwaltung.

In Hannover zeichnete er zunächst selbst Entwürfe und wurde später zum Projektmanager. Dort gab es auch viele Außeneinsätze, beispielsweise in Goslar oder Wolfenbüttel. Ab 1983 hatte er hauptsächlich mit dem Wechsel vom analogen auf digitales Zeichnen zu tun. Es ging darum, die Fachprogramme immer weiter zu verbessern. „Einmal im Monat trafen wir uns in kleinen Gruppen und gaben den Entwicklern Vorschläge. „Die Arbeit von damals merkt man bis heute“, meint Schindler. „Die Programme sind stetig besser geworden und zurzeit versuchen wir weitesgehend papierlos zu arbeiten.“

An vielen Projekten beteiligt

Die zweite Aufgabe von Thomsik war „Feuerwehr“ zu spielen. „Immer wenn irgendwo irgendjemand krank war oder etwas nicht geklappt hat, sind wir eingesprungen“, erklärt er. So kommt es dazu, dass Thomsik unter anderem auch an der Ortsumgehung Diepholz und der Westumgehung Sulingen beteiligt war.

Wegen einigen Lehraufträgen an der Fachhochschule Nienburg kehrte er dann im Oktober 2005 zurück und wurde Fachbereichsleiter Planung und Vertreter des Amtsleiters. Drei Jahre lang war der heute 66-Jährige kommissarischer Amtsleiter. „Das war der spannendste Abschnitt meines Berufslebens. Ich habe gelernt, dass man viel Geduld haben muss und keinen Frust aufkommen lassen darf“, sagt er.

Jana Winkler wird Nachfolgerin 

Thomsik geht allerdings nicht ganz glücklich in den Ruhestand: „Die Ortsumgehung Nienburg ist auf jeden Fall ein Projekt, das ich gerne noch zu Ende geführt hätte“, gibt er zu. Doch die muss jetzt ohne ihn geplant werden. „Er hat in den letzten Jahren viel Verantwortung übernommen und einen guten planerischen Blick bewiesen“, lobt Schindler ihn.

Thomsiks Nachfolgerin ist keine Unbekannte. Die 38-jährige Hannoveranerin  Jana Winkler hatte bereits von 2010 bis 2016 die Fachbereichsleitung Bau inne und kehrt nun aus der Mutterzeit zurück in ihren neuen Job. „Das ist auch der normale Weg“, erklärt Schindler: „Vom Bau in die Planung zu gehen ist gut – so weiß man, was am Ende umgesetzt werden kann“.

Eine Gemeinsamkeit von Thomsik und Winkler. Winkler wurde in Rostock geboren – wo Thomsik gerne Urlaub macht. Nach seinem letzten Arbeitstag geht es aber erstmal elf Tage nach Schottland. Ansonsten will er in seiner neu gewonnenen Freizeit seiner Partnerin im Nienburger Weinhaus helfen und weiterhin Whiskey-Tastings im Haßbergschen Hof veranstalten. Auch in die Planung des Altstadtfestes ist er involviert.

Quelle: BlickPunkt Nienburg

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