1600 Menschen im Landkreis profitieren laut Gewerkschaft

NGG: Mindestlohnanstieg als Konjunkturmotor

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Die Gewerkschaft NGG ist davon überzeugt, dass die Nienburger Wirtschaft – also auch die Kaufleute in der Innenstadt – von dem gestiegenen Mindestlohn profitiert.

Landkreis. Der Mindestlohn ist zum Jahreswechsel um 35 Cent auf jetzt 9,19 Euro pro Stunde anstiegen. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) sieht in der Erhöhung nicht nur Vorteile für Arbeitnehmer – auch die Wirtschaft würde davon durch die gestiegene Kaufkraft profitieren.

Nach einer aktuellen Analyse des Pestel-Instituts kommen im Landkreis Nienburg 1600 Menschen in den vollen Genuss der Erhöhung. „Die Kaufkraft wächst durch das Mindestlohn-Plus in diesem Jahr um rund 398 000 Euro“, erklärt Lena Melcher, Geschäftsführerin der NGG-Region Hannover. „Mal ins Kino oder Essen gehen. Und auch mal etwas Neues für den Haushalt anschaffen – fast jeder Euro, den Mindestlohn-Beschäftigte am Monatsende extra haben, fließt in den Konsum. Und einen Großteil davon geben sie vor Ort aus.“

Wer im untersten Lohnsequent arbeite, könne nichts auf die hohe Kante legen. Für die Gewerkschafterin ist der gesetzliche Mindestlohn aber auch nach der aktuellen Erhöhung zu niedrig: „Selbst für eine Vollzeitkraft ist es extrem schwer, mit dem Mindestlohn klarzukommen. Gerade dann, wenn auch noch Kinder im Haushalt leben. Und bei steigenden Mieten sowieso“, so Melcher.

Die NGG fordert deshalb ein deutlich stärkeres Mindestlohn-Plus. Erst in einer Größenordnung von mehr als zwölf Euro pro Stunde werde die Lohnuntergrenze „langsam armutsfest“.

Das wäre zugleich Treibstoff für den Konjunkturmotor: Ein Euro mehr beim Mindestlohn – auf dann 10,19 Euro – brächte dem Landkreis laut NGG 3,3 Millionen Euro zusätzliche Kaufkraft.

Nach Berechnungen des Pestel-Instituts würden davon dann sogar rund 4000 Menschen profitieren – nämlich neben den bisherigen Mindestlohnempfängern auch diejenigen Beschäftigten, die derzeit für einen solchen Stundenlohn arbeiten, der nur knapp oberhalb des aktuellen gesetzlichen Mindestlohns liegt.

Quelle: BlickPunkt Nienburg

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