Wiederansiedlung in nächster Runde / Minister betont Lebensraumverbesserung

Moorenten suchen das Weite

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In Niedersachsen seit den 1980er Jahren ausgestorben, werden Moorenten nun wieder angesiedelt.

Winzlar - Von Beate Ney-Janßen. Ein neues Wiederansiedlungsprojekt am Steinhuder Meer scheint Erfolg zu versprechen. Zum Auswildern von 30 weiteren Moorenten ist Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer ans Meer gekommen.

Rund 30 Jahre lang sind keine Moorenten am Steinhuder Meer gesichtet worden. Das änderte sich 2012, als der NABU Niedersachsen damit begann, diese Wasservögel wieder dort auszuwildern. Mittlerweile sind es rund 450 Tiere, die dort frei gesetzt wurden – und der Landesvorsitzende des NABU, Holger Buschmann, kann auch schon von ersten Erfolgen berichten. Sowohl in 2015 als auch in diesem Jahr habe es Bruterfolge gegeben, sagte er. Zwar sei es noch ein langer Weg dahin, eine sich selbst erhaltende Population vorweisen zu können, die Hoffnung darauf sei aber groß. Wichtig sei bei diesem Projekt jedoch nicht nur das eigentliche Aussiedeln, sondern auch die Information der Öffentlichkeit. Moorenten seien zwar ganzjährig geschützt. Da sie aber mit anderen Arten verwechselt werden könnten, seien beispielsweise von Anfang an Jäger und Jagdverbände informiert worden.

30 Moorenten sind im Beisein von Christian Meyer (2.v.l.) ausgewildert worden.

Dass es sich bei den Moorenten um eine seltene Art handelt, betonte auch Landwirtschaftsminister Meyer. Jede Wiederansiedlung sei ein Beitrag zur Lebensraumverbesserung, sagte er, und wies auch darauf hin, dass das Steinhuder Meer ein idealer Lebensraum, wenn nicht der beste in Niedersachsen überhaupt, für Moorenten sei. Den 30 Tieren, die in Transportkisten zum Hagenburger Kanal geschafft wurden, verhalf er in die Freiheit. Seinem Griff, um sie ins Wasser befördern zu wollen, versuchten sich einige der Moorenten allerdings vehement zu entziehen und kaum im Wasser gelandet, suchten alle Vögel das Weite. Die Wiederansiedlung der Moorenten ist ein Gemeinschaftsprojekt von NABU, der Ökologischen Schutzstation Steinhuder Meer (ÖSSM) in Winzlar und der Wildtier- und Artenschutzstation Sachsenhagen. Finanziert und unterstützt wird das Projekt sowohl vom Land Niedersachsen, als auch von der Region Hannover sowie den Landkreisen Nienburg und Schaumburg.

Quelle: BlickPunkt Nienburg

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