Ab Montag Wehr-Instandsetzung in Drakenburg für etwa 550 000 Euro

Neue Fischbauchklappen retten Tragsicherheit

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Spezialisten bauen ab Montag am Weser-Wehr in Drakenburg neue Fischbauchklappen ein, um die derzeit nicht gegebene Tragsicherheit der Brücke im Zuge der Kreisstraße 2 wiederherzustellen. Verkehrsteilnehmer müssen deshalb mit Behinderungen rechnen.

Drakenburg - Es ist noch nicht lange her, als Fachleute am Wehr in Drakenburg arbeiteten und deshalb die Brücke halbseitig und teilweise auch komplett gesperrt war.

Jetzt beginnen erneut Reparaturen, die Nutzer der Brücke zu großer Geduld zwingen: Ab Montag geht es darum, die gefährdete Tragsicherheit durch die Erneuerung der sogenannten stählernen Fischbauchklappen wiederherzustellen.

Die Maßnahme gilt als dringend und kostet rund 550 000 Euro, wie Thomas Rumpf vom Wasser- und Schifffahrtsamt in Verden (WSA) mitteilte.

Die Reparatur habe sich als erforderlich erwiesen, nachdem das WSA Verden im Zuge der regelmäßigen Bauwerksprüfung Schäden an den stählernen Fischbauchklappen festgestellt hatte. Die zur Schadensbeurteilung eingeschaltete Bundesanstalt für Wasserbau und ein externes Ingenieurbüro kamen zu dem Ergebnis, dass die Tragsicherheit gefährdet ist und durch Reparaturmaßnahmen umgehend wiederhergestellt werden müsse. Daraufhin hat das Neubauamt in Hannover im Auftrag des WSA Verden mit den Planungen begonnen und im vergangenen Jahr die Firma Eiffel Deutschland Stahltechnologie aus Hannover im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung mit den erforderlichen Instandsetzungsarbeiten beauftragt.

Während der Arbeiten im Zuge der Kreisstraße 2 zwischen Balge und Drakenburg sei laut Angabe von Thomas Rumpf eine halbseitige Sperrung der Kreisstraße notwendig. Tageweise müsse es auch zu einer Vollsperrung kommen.

Die Arbeiten sollen voraussichtlich Anfang August abgeschlossen sein. Nachdem im vergangenen Jahr das linke, dem Ort Drakenburg gegenüberliegende Wehrfeld instandgesetzt worden war, ist jetzt das rechte Wehrfeld an der Reihe. Die Versorgung der Baustelle, so Rumpf weiter, erfolge über die halbseitig gesperrte Brücke. Autokräne, die ihren Standort auf der Brücke haben, übernehmen die Hebearbeiten für die besonders schweren stählernen Bauteile. Genau für diese Arbeiten sei die Brücke komplett zu sperren.

Bei der Reparatur erneuern die Spezialisten die Lager und die Aufhängung der Fischbauchklappe, die auf den eigentlichen Stauverschluss aufgesetzt ist. Die Fischbauchklappen übernehmen die Feinregulierung des Wasserstandes in der Weser. Für die Reparatur ist der Wasserstand abzusenken, um der ausführenden Firma den nötigen Arbeitsraum zu schaffen. Dafür hat der für die Anlage verantwortliche Außenbezirk (ABz) Nienburg des WSA Verden bereits die Revisionsverschlüsse oberhalb und unterhalb des rechten Wehrfeldes eingesetzt.

Das Wehr in Drakenburg ist Teil einer Kette von sechs Staustufen an der Mittelweser, die zwischen 1929 und 1960 errichtet worden sind, um die Schifffahrtsverhältnisse auf der Weser zu verbessern. Verantwortlich für den Betrieb und die Unterhaltung der Anlagen ist das WSA Verden.

Neben 141 Kilometern Mittelweser zwischen Minden und Bremen ist das WSA auch zuständig für 117 Kilometer Aller sowie für 44 Kilometer Leine ab Neustadt. · hen

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