Einzelne Projekte gemeinschaftlich und konsequent fördern

Netzwerk für Bildung und Jugend: Zwölf Stiftungen im Landkreis Nienburg arbeiten gemeinsam

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Das erste Projekt des Stiftungsnetzwerks im Landkreis Nienburg ist die Unterstützung des Arbeitskreises Stolpersteine Rehburg-Loccum gewesen – in dessen Räumen ließen sie sich über den Projektstand informieren.

Landkreis - Von Beate Ney-Janßen. Einzelne Projekte gemeinschaftlich und konsequent fördern – das ist ein herausragender Grund dafür, dass Stiftungen im Landkreis Nienburg ein Netzwerk gegründet haben. Den Arbeitskreis Stolpersteine Rehburg-Loccum haben sie bereits auf diese Art unterstützt – und bereiten sich nun auf eine zweite gemeinsame Aktion vor.

Allerhand Ergebnisse ihrer finanziellen Unterstützung konnten sich die Vertreter der Stiftungen in den Räumen, die der Arbeitskreis Stolpersteine im Mai im Gebäude des Rehburger Raths-Kellers bezogen hat, bereits ansehen. Zu ihrem dritten Netzwerktreffen kamen sie dort zusammen und erläuterten, welches ihre Intentionen zur Gründung des Netzwerkes waren.

Bei einem Bürgermahl habe Landrat Detlev Kohlmeier einmal die Frage aufgeworfen, wie viele Stiftungen es denn überhaupt im Landkreis gebe, sagte Frank Lehmeier, der Vorsitzender der Bürgerstiftung im Landkreis ist. Er recherchierte und hatte letztlich eine Zahl von rund 30 Stiftungen auf dem Papier. Daraus ließe sich doch etwas machen, meinten er und Kohlmeier – sodass sie die Stiftungen zu einem ersten Treffen einluden mit der Anfrage, ob sie sich in einem Netzwerk zusammenschließen wollten. Das übliche Prozedere, nach dem Anträge bei verschiedenen Stiftungen eingereicht würden, um hier und dort Förderung zu bekommen, wollten sie aufbrechen. Für größere Vorhaben sollte es möglich sein, auch größere Summen bekommen zu können. Zudem, so war der Ansatz, könne ein Netzwerk auch Projekte anschieben, die ihm förderungswürdig erscheinen.

Zwölf Stiftungen waren es schließlich, die sich dem Netzwerk anschlossen: Bollmanns Stiftung, Bürgerstiftung, Ernst-Stewner-Stiftung, Gemeinnützige Stiftung der Sparkasse Stolzenau, Neuhoff-Fricke-Stiftung, Paradise Now, Rosemarie und Dieter Isensee-Stiftung, Sportstiftung, Stiftung der Sparkasse Nienburg, Stiftung Sparkasse Uchte, Werner-Ehrich-Stiftung und Wirker-Stiftung.

Bildung und Jugend sind die Schnittmenge der Förderrichtlinien des Stiftungsnetzwerks – beides forciert der Arbeitskreis Stolpersteine in seiner lern- und Geschichtswerkstatt.

Diese Stiftungen, erläuterte Lehmeier, hätten dann nach Schnittmengen in den Förderrichtlinien gesucht – und sie in den Bereichen Bildung und Jugend gefunden. Beides hätten sie sich auf die Fahne geschrieben als vorrangiges Ziel bei der Projekt-Förderung. Gerade recht sei ihnen zu jenem Zeitpunkt ein Antrag des Arbeitskreises Stolpersteine gekommen, der nicht nur eigene Ausstellungsräume einrichten wollte, sondern auch mit einem pädagogischen Konzept und dem Willen, Schulklassen und andere Jugendgruppen in seine Lern- und Geschichtswerkstatt einzuladen, aufwartete.

Netzwerk und Arbeitskreis standen in den folgenden Monaten in engem Kontakt, entwickelten weitere Ideen – und der Arbeitskreis konnte darauf bauen, dass Stiftungen aus dem Netzwerk sich einzelner Projekte annahmen. Bürgerstiftung, Werner-Ehrich-Stiftung, die Stiftung der Sparkasse Nienburg, Isensee-Stiftung und die Stiftung der Sparkasse Stolzenau beteiligten sich an dem Projekt – mit insgesamt rund 10 000 Euro Fördersumme. Unter anderem konnte daraus bereits die Umsetzung eines Films zur Geschichte der jüdischen Gemeinde Rehburg realisiert werden – und ein weiterer Film wird folgen. Weiterführendes Unterrichtsmaterial konnte der Arbeitskreis anschaffen und einzelnen Schulen sogar Buskosten erstatten. Großen Dank gab es dafür von den ehrenamtlich arbeitenden Rehburg-Loccumern für die unkomplizierte, kreative und Nutzen bringende Zusammenarbeit.

Das nächste Projekt, das das Stiftungsnetzwerk ins Auge gefasst hat, ist die Unterstützung von Kitas und Schulen im Landkreis beim Übergang der Kinder von einem zum anderen. Ein „Mathe-Land“ als übergreifendes Angebot wollen die Stiftungen initiieren und sind dabei, einen Plan für die Umsetzung aufzustellen.

Wer mehr über das Stiftungsnetzwerk wissen möchte, kann sich mit der Bürgerstiftung unter Tel. 05021/605304 oder unter info@buergerstiftung-nienburg.de melden.

Quelle: BlickPunkt Nienburg

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