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Nestbauversuche eines Storchenpaares auf kleinstem Raum

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Von: Beate Ney-Janßen

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Wird aus diesem traurigen Haufen Zweige ein Nest? Die Störche auf dem althergebrachten Nest über Rehburgs Polizeiwache (im Bild links) brüten bereits – und zeigen den Neuankömmlingen nur den Bürzel.
Wird aus diesem traurigen Haufen Zweige ein Nest? Die Störche auf dem althergebrachten Nest über Rehburgs Polizeiwache (im Bild links) brüten bereits – und zeigen den Neuankömmlingen nur den Bürzel. © ade

Sie ziehen in diesen Tagen alle Blicke in Rehburg auf sich: Die beiden Störche, die mit dem Mut der Verzweiflung versuchen, in der Stadtmitte auf hohem Posten und winziger Fläche ein Nest zu bauen.

Ob es dem Paar allerdings gelingt, ist mehr als fraglich. Das Storchennest auf dem höchsten Schornstein von Rehburgs Polizeiwache ist bereits seit Jahrzehnten ein Blickfang. Nach und nach haben sich aber immer mehr Störche im Dorf angesiedelt. Manche auf Dächern, die sie sich einfach auserkoren haben. Andere auf Nisthilfen, die ihnen Rehburger Storchenfreunde willig bauten. Mehr als zehn Paare sollen es mittlerweile sein, die allein in Rehburg eine Brutstätte für ihren Nachwuchs gefunden haben.

Den Vogel schießt aber das Paar ab, das partout ebenfalls in der Ortsmitte brüten will. Nur zwei, drei Meter entfernt sitzt bereits ein Storchenpaar auf dem althergebrachten Nest der Polizeiwache. Direkt daneben, auf dem Giebel des historischen Gebäudes und direkt über dem Rehburger Wappen, hat das junge Paar erste Zweige mehr schlecht als recht abgelegt. Dem Anflug mit Zweig im Schnabel folgt allzu oft ein Absturz des Nistmaterials. Auf dem Boden neben dem Eingang zur Wache muss gelegentlich gekehrt werden.

Ob die beiden Störche es doch noch schaffen? Um Beobachter des Spektakels – oder auch des Dramas – müssen sie sich nicht sorgen. Und sind derzeit sicherlich das beliebteste Fotomotiv Rehburgs.  ade

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