Im CJD Nienburg haben neue Integrationskurse begonnen / Momentan 100 Teilnehmer

„Migranten sollen bei uns klarkommen“

Die Ausbilder (vorne v.l.) Oskar Schulz, Tatjana Weimer, Gabriele Kowalzik, Agnés Marie, Maria Graf, Ludmilla Brudel sowie Peter Stawinski (2. Reihe, r.) mit Teilnehmern der CJD-Integrationskurse.

Nienburg - NIENBURG · Das Christliche Jugenddorfwerk Deutschlands (CJD) hat zwei neue Integrationskurse gestartet. Das CJD Nienburg bietet im Auftrag des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und in Kooperation mit der ARGE Nienburg sowie mit der Ausländerbehörde des Landkreises Nienburg Integrationskurse für Migranten an.

Folgende Kurse gibt es: Einen Basis- und Aufbaukurs sowie einen Orientierungskurs mit insgesamt 645 Unterrichtsstunden mit unterschiedlichen Leistungsstufen zum Erwerb der deutschen Sprache. Außerdem Integrationskurse für spezielle Zielgruppen wie Frauen, Jugendliche (mit Kinderbetreuung) und insgesamt 945 Unterrichtsstunden, dann Wiederholung des Aufbausprachkurses (300 Unterrichtsstunden) für die Teilnehmer, die bereits am Integrationskurs teilgenommen und in der Sprachprüfung das Sprachniveau B1 nicht erreicht haben. Zurzeit laufen im CJD Nienburg sieben Integrationskurse mit insgesamt 80 Teilnehmerinnen und in den Integrationskursbegleitenden Kinderbetreuungsmaßnamen sind rund 22 Kinder dabei.

Peter Stawinski, verantwortlicher Bereichsleiter für die Umsetzung der Integrationskurse im CJD Nienburg, freut sich, dass „fünf Integrationskurse mit Alphabetisierung, vier davon am Vormittag und ein Kurs in den Nachmittagsstunden aktuell laufen. Die Vormittagskurse werden überwiegend von jungen Müttern in Anspruch genommen, da wir hier die Betreuung von Kindern im Kindergartenalter sichern. Die Kinder werden von qualifizierten Erzieherinnen in den Räumen des CJD betreut. Die Nachfrage nach Kursplätzen mit Kinderbetreuung ist groß, jedoch übernimmt das Bundesamt nur in genau definierten Fällen die Kosten für die Kinderbetreuung. Natürlich fällt es den Müttern besonders leicht, zum Kurs zu gehen, wenn sie wissen, im Nachbarhaus sind ihre Kinder untergebracht und während sie lernen, geht es den Kindern gut. Fehlzeiten gibt es kaum, da die Betreuung auch gleichzeitig ein Anreiz für die teilnehmenden Frauen ist.“

Die Lehrkräfte Gabriele Kowalzik, Tatjana Weimer, Ludmilla Brudel, Maria Graf und Agnés Marie, die in den Integrationskursen unterrichten, haben bereits im vergangenen Jahr eine vom BAMF erforderte Zusatzqualifizierung bei dem Landesverband der Volkshochschulen Niedersachsen mit einem Zertifikat absolviert.

Der jetzt begonnene allgemeine Integrationskurs läuft in den Nachmittagsstunden. Den ersten Teil, bestehend aus 600 Unterrichtseinheiten, bildet der Sprachkurs. Der zweite Teil nennt sich Orientierungskurs und besteht aus den restlichen 45 Unterrichteinheiten. In diesem Kursabschnitt stehen die Themenbereiche „Politik und Demokratie“, „Geschichte und Verantwortung“ und „Mensch und Gesellschaft“ im Vordergrund. Das Ziel: Migranten sollen sich im Alltag verständigen und an der deutschen Gesellschaft teilhaben können.

Begonnen hat auch ein Integrationskurs als Wiederholung mit 300 Unterrichtsstunden nachmittags. Der Kurs ist für Migranten, die schon einen Integrationskurs absolviert haben.

„In den 300 Unterrichtstunden werden die Teilnehmer zur anerkannten Prüfung für das ,Zertifikat Deutsch-Test für Zuwanderer auf dem Sprachniveau B1‘ geführt, das eine Voraussetzung für die Einbürgerung ist.“ Darüber freut sich Oskar Schulz, Leiter des örtlichen Jugendmigrationsdienstes des CJD, der für die Koordination der Integrationskurse im CJD Nienburg zuständig ist. Oskar Schulz weiter: „In den begonnenen Kursen und für den ab 8. März geplanten Integrationskurs mit Alphabetisierung sind noch einige Plätze frei.“

Nähere Informationen zu den jeweiligen Angeboten gibt es unter Tel. 05021/ 97110 im CJD.

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