„Mehrere Personen beteiligt“

Hoya - Arne Henrik Meyer wohnt in der Feldstraße 28 in Hoya und schreibt zur Diskussion um die Hoyaer Wirtschaftsförderung:

„Nun soll also Wolfgang Rustemeyer mal wieder an allem Schuld sein ! Schlägt man die Zeitung auf, wird allein ihm die Schuld an der Misere der Wirtschaftsförderung angekreidet. Man macht es sich zu einfach, wenn für das Scheitern nur eine Person verantwortlich gemacht wird. An einem Scheitern sind immer mehrere Personen beteiligt.

Die Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) stellt nur einen Teil der Arbeit der Samtgemeindeverwaltung dar. Gerade bei der WFG sind es sowohl die Personen des Aufsichtsrates wie auch die Verwaltung und die Wirtschaftsförderin selbst, die die Verantwortung tragen müssen.

Es ist natürlich wenig erfreulich, dass Frau Schweda bereits ihr Amt wieder aufgibt. Das ist aber auch das Ergebnis eines seit langem schwelenden Konfliktes zwischen dem Verwaltungschef und den übrigen Aufsichtsratsmitgliedern, wer in der Wirtschaftsförderung der Samtgemeinde denn nun das Sagen hat.

Dieses Machtgerangel hat bereits zum Abgang des Vorgängers von Frau Schweda geführt. Dieses Ereignis hätte der Aufsichtsrat zum Anlass nehmen müssen, diesen Konflikt vor einer Wiederbesetzung der Stelle zu beenden. Hierzu waren aber anscheinend alle beteiligten Personen nicht in der Lage oder nicht Willens. Wo waren die klärenden Gespräche über Zuständigkeiten? Aus meiner Sicht wäre es die Aufgabe des Aufsichtsratsvorsitzenden Hennig Bossow gewesen, diese Fragen zu lösen.

Stattdessen wurde der Konflikt am Lodern gehalten und auf dem Rücken von Frau Schweda weiter fortgesetzt. Ich kann nur zu dem Schluss kommen, dass dies auch aus politischem Kalkül heraus genauso gewollt war. Es wurde sehenden Auges der Karren an die Wand gefahren. Das war und ist unverantwortlich.

Hier haben Hennig Bossow und die übrigen Aufsichtsratsmitglieder genauso versagt wie Verwaltungschef Rustemeyer. Anstatt also nur auf andere zu zeigen, sollte jeder zunächst einmal vor seiner eigenen Haustür kehren. Die Kündigung der Wirtschaftsförderin sollte allen Beteiligten den Anstoß geben, Altlasten abzulegen und den Weg zu einem Neuanfang gemeinsam frei zu machen.

Erfolgreiche Wirtschaftsförderung geht nur, wenn Politik, Wirtschaft und Verwaltung eng zusammenarbeiten.“

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