Harfenspiel zu Weihnachten

Loccumerin Mariette Hoppe hat ein besonderes Hobby

Blonde, junge Frau spielt auf einer Harfe
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Mariette Hoppe spielt auf 47 Saiten ihrer Harfe – und das bereits seit ihrem achten Lebensjahr.

Loccum - Die Liebe zu dem außergewöhnlichen Instrument entdeckte Loccumerin Mariette Hoppe mit acht Jahren auf einem Mittelaltermarkt. Die heute 21-Jährige ist ihrem Hobby treu geblieben und wird sogar für Auftritte und Konzerte gebucht.

„Lobe den Herren“ – von diesem Kirchenlied wird vermutlich ein großer Teil der Leser zumindest die erste Strophe auswendig singen können. „Kommet zuhauf, Psalter und Harfe wacht auf, lasset den Lobgesang hören!“ heißt es zum Ende dieser Strophe. Während aus den „Psaltern“, dem Buch der Psalmen, oft im Zusammenhang mit diesem Lied gelesen wird, so erklingt die herbeigerufene Harfe nur höchst selten und das, obwohl ihr Klang ihr den Ruf eingetragen hat, die „Musik der Engel“ hervorzubringen. Eine, die sich ausgezeichnet auf dieses Instrument versteht, ist die Loccumerin Mariette Hoppe.

„Harfe darf ich direkt in einem Institut üben!“ In diesem Jahr, das so geprägt ist von der Corona-Pandemie, ist das schon etwas Besonderes. Das Institut, in dem Mariette Hoppe die 47 Saiten ihrer Harfe zupft oder ihre Finger sanft darüber gleiten lässt, befindet sich im Niederländischen Groningen, denn dort hat sie im vergangenen Jahr ihr Studium der Internationalen Beziehungen aufgenommen. Studieren kann sie ausschließlich online, zu ihrer Harfe darf sie aus dem Haus gehen.

Zehn Jahre war Mariette Hoppe alt, als sie schon öffentlich auftrat – wie hier bei einer Veranstaltung in der „Romantik Bad Rehburg“

Ein Hobby, das war es immer für die 21-jährige Harfenistin und das soll es auch bleiben. Dieses Hobby beherrscht sie aber so gut, dass sie vor Jahren den zweiten Platz im niedersächsischen Wettbewerb von „Jugend musiziert“ belegte. Und so gut, dass sie immer wieder für Auftritte oder auch Konzerte gebucht wird.

In diesem Jahr kamen die Auftritte etwas zu kurz. Für 2021 hat Mariette Hoppe aber schon Termine vereinbart. Zu einer Märchenlesung zum Thema Wasser in Bremen. Zur musikalischen Untermalung in einem Restaurant Wunstorfs. Und zu einem Konzert in Garbsens Willehadi-Kirche.

Begonnen hat das Spiel auf dem außergewöhnlichen Instrument, weil sie Hartnäckigkeit bewiesen hat. Im Alter von acht Jahren. Damals nahmen ihre Eltern sie zu einem mittelalterlichen Markt im Kloster Loccum mit. Interessiert war sie an allem, was sie dort sah und erlebte. Wirklich fasziniert aber nur von der Harfe, die einer der Marktleute spielte. „Das will ich lernen!“, sagte sie zu ihren Eltern.

Erste Harfe war ein Leih-Instrument

Diesen Satz musste Mariette Hoppe oft wiederholen bis ihre Eltern ihr endlich glaubten, wie tief dieser Wunsch und wie fest ihr Wille war. Hätte sie Klavier oder Gitarre spielen wollen, die Überzeugung wäre schneller gelungen. Aber eine Harfe ist eben nicht irgendwo in der Nähe zu finden. Jemand, der dieses Instrument unterrichten kann, noch viel weniger. Irgendwann gaben ihre Eltern nach und machten sich auf die Suche nach einer Harfe, auf der eine Achtjährige spielen kann. Wie auch nach einer Lehrerin für das Harfenspiel.

„Meine erste Harfe war ein Leih-Instrument“, sagt die junge Frau. Und sie war vollkommen glücklich. Dieser ersten Harfe ist sie mit ihren mittlerweile 21 Jahren längst über den Kopf gewachsen. Nach dem anfänglichen Zögern und weil sie sich so intensiv in Unterricht und Proben stürzte, realisierten ihre Eltern irgendwann, wie ernst es ihr mit diesem Instrument war. So bekam sie ihre erste eigene Harfe, der mittlerweile eine weitere gefolgt ist. Auf denen sie es versteht, meisterhaft zu spielen. Manches Mal hat sie ihre Musik in ihrem Heimatort Loccum und in Nachbargemeinden öffentlich hören lassen.

Zwei Sekunden Stille - dann folgt tosender Applaus

Im Blasorchester der Freiwilligen Feuerwehr Loccum spielte sie zwar eigentlich die Querflöte, oft wurde sie aber zu den Adventskonzerten in der Klosterkirche gebeten, die Harfe mitzubringen. Das Publikum dankte ihr solches Spiel an jenem Ort gerne mit zwei Sekunden absoluter Stille nach einem Stück – bevor dann tosender Applaus einsetzte.

Was Mariette selbst an der Harfenmusik liebt? Sie liebt es, sich auf den Hocker zu setzen und die Harfe zu sich heranzuziehen, deren Gewicht sie auf ihrer Schulter kaum spürt, weil das große Instrument perfekt ausbalanciert ist. Sie liebt es, aus dem Zupfen der Saiten ein hingebungsvolles Spiel entstehen zu lassen, bei dem sich ahnen lässt, weshalb es die „Musik der Engel“ genannt wird. Und sie liebt die Entspannung, die das Harfenspiel bei allen, bei Musikern und Zuhörern, auslöst.

Wer Mariette Hoppe für einen Auftritt in privatem oder öffentlichem Rahmen buchen möchte, kann Kontakt zu ihr unter Tel. 01 71/ 298 36 75 aufnehmen.

ade

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