Update: Naturschutzorganisation will rechtliche Schritte gegen Beschluss vorbereiten

Lies sieht Gerichtsbeschluss zu Abschuss des Rodewalder Wolfes als „klares Signal“

Wolf Jagd Rodewald
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Seit Dienstag darf der Rodewalder Wolf wieder gejagd werden (Symbolfoto).

Hannover/Rodewald. Die in letzter Instanz gerichtlich bestätigte Abschussgenehmigung für den sogenannten Rodewalder Rüden wertet Umweltminister Olaf Lies als klares Signal für Niedersachsens Wolfspolitik.

Update, 27. November: Die Naturschutzorganisation Freunde freilebender Wölfe will weitreichende rechtliche Schritte vorbereiten. „Nach Erhalt des Widerspruchsbescheides werden wir Anklage erheben“, erläutert Uwe Martens, der stellvertretende Vorsitzende des Freundeskreises freilebender Wölfe. Einbezogen in die Klage werde das Bundesverwaltungsgericht. Die Tötung des Rodewalder Wolfes sei in keinerlei Hinsicht gerechtfertigt. Ein ihm im Mai unterstellter Riss eines Pferdes habe nicht bewiesen werden können. Mutmaßungen des Niedersächsischen Umweltministeriums seien als Begründungen nicht rechtsrelevant. Eine hinreichende Wahrscheinlichkeit eines weiteren Risses fehle ebenfalls bis heute. Die Lösung des Konfliktes werde ausschließlich durch umfassend auszuführende Herdenschutzmaßnahmen vor Ort erreicht.

Artikel vom 26. November

„Der unanfechtbare Beschluss des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg bedeutet Rechtssicherheit für Jägerinnen und Jäger, die staatliche Maßnahmen dort unterstützen, wo es mit Wölfen trotz Herdenschutz Probleme gibt“, teilte der SPD-Politiler am Donnerstag mit.

Das Gericht hatte mit Beschluss vom Dienstag die Beschwerde der Freunde freilebender Wölfe zurückgewiesen. Nach Rissen von Rindern und Pferden war Mitte Juli erneut eine Genehmigung zum Abschuss des Rüden GW717m erteilt worden.

Das Gericht folge der Rechtsauffassung des Ministeriums in allen Punkten, erklärte Lies. Darunter auch, dass die Errichtung wolfsabweisender Einzäunungen für sämtliche Rinder und Pferde in einer Region unzumutbar aufwendig sei, da alle stromführenden Zäune regelmäßig auf Schwachstellen geprüft werden müssten. „Wenn es zu wiederholten Überwindungen von Herdenschutzmaßnahmen kommt, können Wölfe eines Rudels auch nach und nach entnommen werden - bis die Schäden aufhören“, betonte Lies.

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