LGLN stellt Bodenrichtwerte im Landkreis Nienburg vor

Goldgrube Ackerland

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Das von Gerd Ruzyzka-Schwob (M.) gemeinsam Birgit Menkens (l.) und Helmut Weiß (r.) vorgestellte Gutachten setzt sich aus 640 einzelnen Bodenrichtwerten zusammen. In der Übersichtskarte (Hintergrund) bilden die vielen Informationen aufgrund ihrer Menge blaue Wolken, deren Details sich erst beim heranzoomen offenbaren.

NIENBURG - von Leif Rullhusen. „Betongold“ gilt als besonders sichere Geldanlage. In Zeiten niedriger Zinsen ist es zudem eine lukrative – größtenteils auch im Landkreis Nienburg. Das bestätigen die vom Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Niedersachsen vorgestellten Bodenrichtwerte.

NIENBURG - von Leif Rullhusen. „Betongold“ gilt als besonders sichere Geldanlage. In Zeiten niedriger Zinsen ist es zudem eine lukrative – größtenteils auch im Landkreis Nienburg. Das bestätigen die vom Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Niedersachsen (LGLN) vorgestellten Bodenrichtwerte. Die präsentierte Gerd Ruzyzka-Schwob, LGLN-Dezernatsleiter und Vorsitzender des Gutachterausschusses, gemeinsam mit Birgit Menkens, verantwortlich für die Grundstückswertermittlung bei der LGLN, und Helmut Weiß, Leiter der LGLN-Regionaldirektion Sulingen, am Donnerstag in Nienburg. Kernaussage des unabhängigen LGLN-Gutachtens: Vor allem die Ackerpreise im Landkreis Nienburg steigen. „Eine große Dynamik weist der landwirtschaftliche Immobilienmarkt auf“, erklärt Gerd Ruzyzka-Schwob. „Im Landkreis Nienburg sind in 485 Verträgen insgesamt 15 Millionen Euro über den Tisch gegangen.“ Damit habe der Umsatz eine neue Rekordhöhe erreicht, obwohl etwas weniger Verträge abgeschlossen worden seien. Die Preissteigerung gegenüber dem Vorjahr beträgt im Durchschnitt zwölf Prozent. Maßgebend für die Preise sei mittlerweile nicht mehr die Bodenqualität, sondern die Dichte des Viehbestandes und der Biogasanlagen. Die höchsten Preise, etwa 3,70 Euro pro Quadratmeter, zahlen Käufer zur Zeit für Flächen in der Hoyaer Marsch. Die Preisentwicklung im Bereich der Baugrundstücke beruhe vor allem auf einem geringen Angebot. Hier war sowohl die Zahl der abgeschlossenen Bauverträge als auch der Umsatz gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. „In Top-Lagen fehlen teilweise Baugrundstücke“, berichtet Ruzyzka-Schwob. So stehe eine gute Nachfrage nach Wohnbauland einem teilweise geringem Angebot gegenüber – mit der Konsequenz, dass in diesen Bereichen die Preise anzogen. „Insbesondere in der Stadt Nienburg fehlen entsprechende Flächen“, mahnt Ruzyzka-Schwob. Die Folge sei, dass Bauherren oft ins Umland gingen. Nutznießer dieser Entwicklung sei vor allem Marklohe. Einen Boom verzeichne sogar der Südkreis. „Der wird durch die seniorengerechten Baugebiete in Diepenau und Uchte verursacht, die sehr stark nachgefragt wurden“, erklärt der LGLN-Dezernatsleiter. Der Durchschnittspreis pro Quadratmeter stieg in der Samtgemeinde Uchte innerhalb eines Jahres von 30 auf 46 Quadratmeter an. Einzelauskünfte zu Bodenrichtwerten gibt es in der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses (Galtener Straße 16 in Sulingen) oder im Internet unter www.gag.niedersachsen.de gegen eine Gebühr von fünf Euro.

Quelle: BlickPunkt Nienburg

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