Ehrenamtlicher Leiter der Johanniter verabschiedet sich aus Notunterkunft Oerbke

In nur drei Wochen in den Regelbetrieb gebracht

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Walter Busse mit seinem Team, mit dem er die letzten Wochen in der Notunterkunft in Oerbke hervorragende Arbeit geleistet hat. Dazu gehört auch Superintendent des Kirchenkreises Walsrode Ottomar Fricke.

Oerbke/Landesbergen. Wahre Pionierarbeit leistete Johanniter Walter Busse, ehrenamtlicher Leiter der Flüchtlingsnotunterkunft Oerbke, in den letzten drei Wochen. Am vergangenen Freitag verabschiedete sich der Landesberger nun.

Seit dem zweiten Sonntag im September, nur wenige Stunden nachdem die die ersten Flüchtlinge in Oerbke eingetroffen waren, übernahm er die Aufgabe, die Unterkunft in den Regelbetrieb zu überführen. Am Freitag verabschiedete sich Busse, im Beisein von Uwe Beyes und Hermann Fraatz, Regionalvorstände der Johanniter in Niedersachsen Mitte, in den wohlverdienten Urlaub. Beyes dankte Busse, dass er nach nur kurzem Nachdenken und Rücksprache mit seiner Frau „ins kalte Wasser gesprungen sei“. „Hier ist in kurzer Zeit ein kleines Dorf entstanden und damit hast Du ja als ehemaliger Samtgemeindebürgermeister Landesbergens viel Erfahrung“ erklärte Beyes in seiner Dankesrede. Auch Fraatz, ehrenamtlicher Regionalvorstand in Hannover, freute sich über die hervorragende Arbeit, die Busse gemeinsam mit seinem Johanniter-Team vor Ort geleistet habe. Klaus Kramer, Dienststellenleiter des Ortsverbandes Aller-Leine fand ebenfalls Worte des Dankes und übergab einen Blumenstrauß für die Ehefrau Busses, die ihren Mann in den vergangenen Wochen nur für wenige Stunden gesehen hatte.

Klaus Kramer (Dienststellenleiter Johanniter Ortsverband Aller-Leine, l.), Hermann Fraatz (ehrenamtlicher Johanniter Regionalvorstand Niedersachsen Mitte, 2. v. l.), und Uwe Beyes (hauptamtlicher Regionalvorstand Niedersachsen Mitte, r.) kamen zum Abschied von Walter Busse (2. v. r.)

„Ich verabschiede mich mit einem weinenden und einem lachenden Auge“ bedankte sich Busse bei „seinem Team, ohne das alles nicht möglich gewesen wäre“. Vor allem Melissa Rode und Michael Grunwald aus dem Johanniter Ortsverband Aller-Leine, die vom ersten Tag an die Sanitätsstation und die medizinische Versorgung aufgebaut haben, hätten hervorragende Arbeit geleistet. In den ersten drei Wochen war Busse vor allem Kontakt- und Koordinierungsstelle für die zahlreichen Hilfsorganisationen vor Ort, führte Gespräche mit Polizei und Innenministerium und war für alle administrativen und organisatorischen Belange „ als Mann für alles“ verantwortlich. Mehrere Einsatzbesprechungen mit dem kompletten Team gehörten ebenso zum täglichen Dienst wie wichtige Entscheidungen kurzfristig zu treffen und sich immer wieder neu auf ständig wechselnde Gegebenheiten einzustellen. Ein ehrenamtlicher Dienst, der nicht selten bis spät in die Nacht dauerte.

Quelle: BlickPunkt Nienburg

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