Betrieblichen Abläufe im Blick 

Strecke nach Kollision zweier Güterzüge wieder in Betrieb

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Leese - Zehn Tage nach der Kollision zweier Güterzüge an der westfälisch-niedersächsischen Grenze ist die Bahnstrecke Minden-Nienburg am Montag wieder in Betrieb gegangen.

Die Untersuchungen zum Unfallhergang konzentrieren sich inzwischen auf die betrieblichen Abläufe, sind aber noch nicht abgeschlossen, wie die Eisenbahn-Unfalluntersuchungsstelle des Bundes in Bonn mitteilte. 

Dies könnte bedeuten, dass ein Lokführer ein rotes Signal überfuhr oder der Fahrdienstleiter im Bahnhof Leese-Stolzenau Signale oder Weichen falsch bediente.

Lokführer im Krankenhaus 

Auf der eingleisigen Strecke waren zwei Güterzüge frontal zusammengestoßen. Die beiden Lokführer, ein Mann und eine Frau, kamen verletzt ins Krankenhaus. Fünf Waggons entgleisten, zwei stürzten eine Böschung herunter. 

Oberleitung, Gleise und weitere Anlagen wurden schwer beschädigt. Wegen Bauarbeiten fahren auf der Strecke derzeit ohnehin keine Regionalbahnen. Die Strecke wird vor allem im Güterverkehr von Hamburg Richtung Ruhrgebiet genutzt.

Zwei Waggons stürzten auf eine nahe gelegene Straße.


Zweiter Unfall innerhalb weniger Monate 

Auf dieser Bahnstrecke zwischen Nienburg Minden hatte sich erst im Dezember ein schweres Unglück ereignet. Rund fünf Kilometer vom Unglücksort Leese entfernt war in Landesbergen an einem unbeschrankten Bahnübergang ein Regionalzug in einen Müllwagen gekracht. Der 32 Jahre alte Fahrer des Müllautos überlebte diesen Unfall nicht.

dpa

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