Fritz-Helfers-Ausstellung im Heimatmuseum Hoya / Tagebuch gibt Einblicke

Ein Leben, typisch für das 20. Jahrhundert

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Fritz Helfers‘ Urenkelin Anna Rump sowie seine Enkel Klaus Stegmann und Hinrich Rump (von links) mit Museumsleiterin Elfriede Hornecker (sitzend). ·

Hoya - Von Jana Wohlers. „Fritz Helfers – Lehrer, Dichter, Heimatforscher“ lautet der Titel der neuen Ausstellung, die seit dieser Woche im Heimatmuseum in Hoya zu sehen ist. Anlässlich der offiziellen Eröffnung reiste Künstler Klaus Stegmann, Enkel von Friedrich-Wilhelm „Fritz“ Helfers und Vorbesitzer der Ausstellungsstücke, aus Bielefeld an.

„Der Lebenslauf ist typisch für das 20. Jahrhundert, es ist ein Lebenslauf zum Anfassen“, sagt Stegmann.

„Ich sehe diese Ausstellung vor allem als Chance für die Ehrung eines großen Mannes und als Würdigung für sein hohes Engagement“, erklärte Stegmann, der in den vergangenen Jahrzehnten verschiedenste Dinge seines 1878 geborenen Großvaters aus Ubbendorf als Andenken aufbewahrte. „Fritz Helfers war ein großartiger Mann, der in dieser Gemeinde seinerzeit viel bewirkt hat“, fand auch Museumsleiterin Elfriede Hornecker lobende Worte.

Klaus Stegmann hielt trotz größerer Entfernung zu Hoya, dem Heimatort seines Großvaters, beständig den Kontakt zu Freunden und Verwandten in der Samtgemeinde. Er besuchte, wie sollte es auch anders sein, das Hoyaer Heimatmuseum regelmäßig. „Mit Elfriede Hornecker habe ich einen Menschen gefunden, der Erinnerungen in gleichem Maße zu schätzen weiß wie ich“, erklärte der Bielefelder.

Genau das ist es, was die neue Ausstellung im Heimatmuseum zu einemSchatz der Heimatforschung macht – „die Möglichkeit zum Erinnern“, erklärte Stegmann. „Fritz Helfers hat Erinnerungen, Erfahrungen und Erlebnisse in einem Tagebuch niedergeschrieben und sie somit für die Nachwelt aufbewahrt“, freute sich Elfriede Hornecker. Fritz Helfers sei seinerzeit nicht nur Dichter und Lehrer gewesen, er gelte auch als ein Zeitzeuge großer historischer Ereignisse, wie des Endes des deutschen Kaiserreichs sowie des Ersten und Zweiten Weltkriegs.

„Anhand seiner Niederschriften kann das Denken der Menschen zu dieser Zeit nachempfunden sowie ihre Empörung oder Freude geteilt und die Umschwünge verfolgt werden“, sagte Hornecker. In der Fritz-Helfers-Ausstellung finden Interessierte vom antiken Sessel über Küchenutensilien bis hin zu einer Schreibmaschine und Grußschriften an „Nachbarskind“ Rosel Zech viele historische Artefakte.

Auch das Bundesverdienstkreuz von Fritz Helfers und eine alte Geige sind zu sehen.

„Interessierten bietet der Ausstellungsraum eine Möglichkeit, in Ruhe ihrer Forschung nachzugehen und sich in vergangene Zeiten zu versetzen“, erklärte die Museumsleiterin. Neben einer Ausrüstung mit Standardliteratur der Umgebung sowie der neuen Fritz-Helfers-Ausstellung bietet das Heimatmuseum einen geräumigen Arbeitsplatz mit Stromanschluss.

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