Landwirtschaftliches Anwesen wird Opfer der Flammen / Polizei ermittelt

Großbrand in Brokeloh

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Auf dem Hof in Brokeloh war aus noch ungeklärter Ursache ein Feuer im Bereich des ehemaligen Kuhstalles ausgebrochen.

BROKELOH. Ein Großaufgebot an Feuerwehrkräften bekämpfte am Sonntagabend den Großbrand auf einem landwirtschaftlichen Anwesen in Brokeloh. Auf dem Hof in Brokeloh war aus noch ungeklärter Ursache ein Feuer im Bereich des ehemaligen Kuhstalles ausgebrochen.

BROKELOH. Ein Großaufgebot an Feuerwehrkräften bekämpfte am Sonntagabend den Großbrand auf einem landwirtschaftlichen Anwesen in Brokeloh. Auf dem Hof in Brokeloh war aus noch ungeklärter Ursache ein Feuer im Bereich des ehemaligen Kuhstalles ausgebrochen. Durch lautes Knallen wurden die Bewohner und Nachbarn gegen 20.35 Uhr auf den Brand aufmerksam, der sich rasend schnell ausbreitete.

„Die alarmierten Feuerwehren, die mit rund 180 Kräften aus 20 Wehren im Einsatz waren, konnten ein Übergreifen der Flammen auf die Nebengelasse und das Haupthaus verhindern“, erklärt Gabriela Mielke, Polizeipressesprecherin. In kürzester Zeit standen auch angrenzende Scheunen und Wirtschaftsgebäude lichterloh in Flammen. Die Bewohner des Hauses blieben zum Glück unverletzt. Außerdem waren in den Stallgebäuden keine Tiere mehr untergebracht. Schon nach kurzer Zeit war für die Einsatzleitung klar, dass die Stall- und Wirtschaftsgebäude nicht zu retten waren. Das vordringlichste Ziel der Feuerwehren bestand somit darin, das unmittelbar angrenzende Wohnhaus vor einem Übergriff der Flammen zu bewahren, was auch gelang.

Als schwierig stellte sich die Löschwasserversorgung heraus. Aus drei Bohrbrunnen und drei Unterflurhydranten wurde Wasser entnommen. Zu den Bohrbrunnen waren jedoch lange Wegstrecken von bis zu 500 Metern zurückzulegen. Da diese Löschwassermengen zur Brandbekämpfung allein nicht ausreichten, wurde zudem eine Leitung zum rund zwei Kilometer entfernten Heye-See gelegt. Damit stand dann ausreichend Löschwasser für die Feuerwehren zur Verfügung. Zum Einsatzort ausgerückt waren Einsatzkräfte der Feuerwehren Brokeloh, Landesbergen, Leeseringen, Husum, Leese, Bolsehle, Groß-Varlingen, Schessinghausen, Stolzenau, Nendorf, Anemolter, Holzhausen, Nienburg, Steimbke und Buchhorst-Behlingen-Mehlbergen. 60 Feuerwehrmänner und -frauen waren unter Atemschutzgerät im Einsatz. Hinzu kamen die Drehleiterfahrzeuge aus Nienburg und Liebenau, der Gerätewagen-Logistik aus Münchehagen, die Einsatzleitungen Ort (ELO) aus Stolzenau und Landesbergen, die Technische Einsatzleitung (TEL) aus Nienburg, der Verpflegungstrupp aus Wietzen und natürlich die Einsatzkräfte der Polizei und der Rettungsdienste der Johanniter-Unfallhilfe und des ASB Nienburg. Allein dieses Aufgebot verdeutlicht, welches Potenzial an Hilfskräften für einen solchen Großbrand nötig ist.

Die Hauptlöscharbeiten zogen sich bis 2.30 Uhr hin. Die Ortsfeuerwehr Brokeloh blieb aber auch nach Abrücken der übrigen Wehren für Nachlöscharbeiten und zur Brandwache vor Ort. Das abgebrannte Gebäude war zu einem Lager- und Partyraum umgebaut worden. Im Lagerbereich lagerten Gegenstände aus Haushaltsauflösungen. In dem Partyraum liefen die Vorbereitungen für die anstehende Silvesterparty. „Die Feier zum Jahreswechsel wird in dem Gebäude nicht mehr stattfinden können, da es vollständig ausbrannte“, ergänzt die Polizeisprecherin. Zudem wurden die unmittelbar angrenzenden Gebäude durch das Feuer in Mitleidenschaft gezogen. Der Sachschaden wird auf 150 000 Euro geschätzt. „Die Brandursache ist noch unklar. Die Brandermittler der Polizei Stolzenau haben ihre Arbeit aufgenommen“, so Mielke. Ermittelt wird in alle Richtungen. Sowohl ein technischer Defekt als auch eine Brandstiftung können nicht ausgeschlossen werden, da in der Nähe des Brandortes leere Silvesterböllerverpackungen aufgefunden wurden.

Großbrand in Brokeloh

Großbrand in Brokeloh. Rund 180 Feuerwehrkräfte kämpften gegen die Flammen. © Marc Henkel
Großbrand in Brokeloh. Rund 180 Feuerwehrkräfte kämpften gegen die Flammen. © Polizei
Großbrand in Brokeloh. Rund 180 Feuerwehrkräfte kämpften gegen die Flammen. © Polizei
Großbrand in Brokeloh. Rund 180 Feuerwehrkräfte kämpften gegen die Flammen. © Annika Klepper
Großbrand in Brokeloh. Rund 180 Feuerwehrkräfte kämpften gegen die Flammen. © Annika Klepper
Großbrand in Brokeloh. Rund 180 Feuerwehrkräfte kämpften gegen die Flammen. © Annika Klepper
Großbrand in Brokeloh. Rund 180 Feuerwehrkräfte kämpften gegen die Flammen. © Annika Klepper

Obwohl ein solcher Großbrand immer mit Sachschäden in erheblicher Höhe einher geht und von den Einsatzkräften enormes geleistet wird, gibt es am Rande des Geschehens meist auch positive Kleinigkeiten zu bemerken. So konnte durch das umsichtige Verhalten der Rettungskräfte der Schlepper des Betriebes vor den Flammen gerettet und ein in der Nähe gelegener tiefer angesiedelter Pferdestall vor der Überschwemmung durch die Löschwasserfluten gesichert werden.

kle/mie

Quelle: BlickPunkt Nienburg

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