„MittelWeserBus“ übernimmt Linien selbst

Landkreis zieht Notbremse im öffentlichen Nahverkehr

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Bereits ab kommenden Freitag übernimmt die "MittelWeserBus" Gesellschaft einen Großteil der Fahrleistungen.

Landkreis. Die „MittelWeserBus“ Gesellschaft hat die anhaltenden Probleme im öffentlichen Personennahverkehr auf Drängen des Landkreises Nienburg zum Anlass genommen, die Zusammenarbeit mit einem aus Wunstorf stammenden Subunternehmer kurzfristig zu beenden.

Das berichtet Landkreissprecher Cord Steinbrecher in einer Pressemitteilung. Danach übernimmt die „MittelWeserBus“ Gesellschaft einen Großteil der Fahrleistungen ab kommenden Freitag, 2. Februar, selbst. Restliche Kontingente sollen zum 1. März folgen.

„Bereits bei der Vergabe des sogenannten „Linienbündels 2“ im Sommer 2017 hatte die Kreisverwaltung erhebliche Bedenken gegen die Beauftragung des Subunternehmers durch die ,MittelWeserBus’ GmbH geäußert“, erklärt Steinbrecher. Eine rechtssichere Möglichkeit, den Subunternehmer abzulehnen, habe damals jedoch nicht bestanden. In den vergangenen Monaten hatten zahlreiche Beschwerden über verspätete oder gar ausgefallene Busse die Nerven nicht nur vieler Eltern schulpflichtiger Kinder strapaziert. Auch anderen Fahrgästen sowie den Mitarbeitern der Verkehrsgesellschaft im Landkreis Nienburg (VLN) seien die Einschränkungen am Ende nicht mehr zuzumuten gewesen.

„Leider war kein nachhaltiger Aufwärtstrend erkennbar. Der Landkreis musste handeln“, fasst Kreisrat Lutz Hoffmann die Entwicklung der letzten Wochen zusammen. „Ich bin zuversichtlich, dass durch die Übernahme der Linien durch die ,MittelWeserBus’ GmbH wieder Verlässlichkeit in den öffentlichen Personenverkehr zurückkehren wird. Die ,MittelWeserBus’ GmbH hat unsere Kritik offen und konstruktiv aufgenommen und diesen Prozess mitgetragen.“ Die Kreisverwaltung bedauere die entstandenen Unannehmlichkeiten. Dem jetzigen Eingreifen des Landkreises waren Dutzende von Überprüfungen und Stichproben vor Ort vorausgegangen. Dabei war auch festgestellt worden, dass die eingesetzten Busse des Subunternehmers zum Teil nicht den in der Ausschreibung festgelegten Kriterien entsprachen. In diesem Zusammenhang wurden auch Vertragsstrafen verhängt.

Quelle: BlickPunkt Nienburg

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