Jugendfeuerwehren des Landkreises sind in Münchehagen wieder voll auf Kurs

Regen-Frust weicht Lager-Lust – trotz einiger Widrigkeiten

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Dieses Bild zeugt auch ohne viele Worte vom derzeitigen Zustand des Zeltlager-Geländes in Münchehagen.

Münchehagen - Von Kurt Henschel. „Läuft“ und „Alles gut“. Diese Kurz-und-Knapp-Aussagen der Führungskräfte der Kreisjugendfeuerwehr Nienburg sind seit gestern wieder vermehrt zu hören. Längst vergessen scheint die gewisse Dramatik, die noch am Sonnabend und Sonntag über dem Areal des Kreis-Zeltlagers in Münchehagen gelegen hatte. Dort hatten – wie berichtet – Kreisjugendfeuerwehrwart Mario Hotze und Team sogar überlegt, die komplette Veranstaltung wegen der enormen Regenfälle und des völlig „abgesoffenen“ Geländes vorzeitig abzublasen. Das ist nicht geschehen – und schon lachte den 1 100 Beteiligten die Sonne.

Der Regen-Frust ist der Lager-Lust gewichen, wenngleich es immer noch einige Widrigkeiten gibt. So ist der Platz, auf dem die Zelte stehen, immer noch nicht mit Fahrzeugen zu erreichen. Das zeigte sich dem „Dixi-Man“, der die Toiletten renigen wollte: Er kam nicht so recht an seine Ziele, doch die Ortsfeuerwehr Münchehagen half auch in diesem Fall. Ortsbrandmeister Sebastian Sinsch schickte einen Traktor los, um das „Klo-Auto“ aus dem Morast zu ziehen. Ähnlich erginge es wohl einem Fahrzeug der Sanitäter, wenn diese auf das Gelände müssten.

Weiterhin völlig von Entwässerungsgräben zerfurcht ist die Wiese von Friedrich Kallendorf, der in der gestrigen Ausgabe noch Kallenberg hieß, außerdem liegen dort etliche Kubikmeter Rindenmulch, Split oder auch Paletten herum, damit ein einigermaßen vernünftiges Vorankommen in der Zeltstadt möglich ist.

Und dennoch: Ohne Stiefel – entweder aus Gummi oder Leder – geht nichts. An ihnen haftet der Schlamm im Profil und in jeder Ritze, weshalb sie deutlich an Gewicht zulegen und für richtig schwere Beine sorgen. Um sie säubern zu können, finden sich an vielen Stellen Maurerkübel mit Wasser und die notwendigen Bürsten.

Die Stimmung, die etwas angeknackst war, ist längst wieder top. Mit vollem Eifer und Einsatz stiegen die Jugendlichen sowie deren Betreuer gestern in die um einen Tag verspäteten sportlichen Wettbewerbe ein. Aus Rücksicht auf den Neu-Bezirksligisten VfL Münchehagen nicht auf dem Fußballplatz, sondern einem abgelegenen Teil der Wiese, wo der Ehrgeiz der Volleyball- und Völkerball-Teams sofort nach dem „Anpfiff“ entbrannte und die lautstarken Anfeuerungen nicht fehlten.

Im Freibad waren Schwimmen und ein Wettbewerb in der Riesen-Rutsche sowie Aqua-Jogging angesagt, während der Bundeswehr-Truck samt Personal vor der Grundschule Stellung bezog, um Informationen über eine Karriere in Uniform zu liefern.

Der gestrige Montag endete schließlich mit dem Besuch der Gemeindebrandmister sowie mit Feuerwehr-Musik im Versorgungszelt.

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