Versorgungszug jetzt unter der Leitung von Claas Krowicky

Küchen-Team zaubert erstmals Spargel auf die Teller der Zeltstadt-Bewohner

Essens-Zauberer: Das Küchen-Team des Versorgungszuges Wietzen mit ihrem Chef Claas Krowicky (l.) hat gestern bestens gelaunt 400 Pfund Spargel für die Zeltlager-Teilnehmer zubereitet. - Foto: Kurt Henschel

Münchehagen - Von Kurt Henschel. Mit der Schreibweise des bisherigen Leiters des Versorgungszugs Wietzen, Cord Honsbrok, hatte es immer wieder einmal Lagerschild-Probleme gegeben, bei seinem Nachfolger ist das auch nicht so ganz ausgeschlossen, denn Claas Krowicky ist ein nicht gerade geläufiger Name. Aber egal: Genannt ist damit der Mann, der inzwischen das Küchen-Team leitet und seine Truppe als „eingeschworenen Haufen“ bezeichnet.

Krowicky ist 36 Jahre alt und gehört der Feuerwehr Wietzen an, wohnt aber in Borstel bei Sulingen. Er ist als Küchenmeister Koch-Ausbilder beim CJD (Christliches Jugenddorfwerk Deutschland) in Nienburg und jetzt bei der Kreis-Jugendfeuerwehr der Chef der Speisen-Zubereiter. Die haben gestern übrigens (wegen der frühen Ferien war das möglich) erstmals Spargel (insgesamt waren es 400 Pfund) auf die Teller der Zeltstadt-Bewohner in Münchehagen gezaubert.

Seit inzwischen zehn Jahren gehöre er zu den „Küchen-Bullen“, wie sie liebe- und respektvoll genannt werden. „Es läuft alles problemlos“, so Krowicky, als dessen Stellvertreter Dennis Pohl fungiert. Mit ihm bespricht er anhand des Speiseplans die Bestellung der Waren.

Und dann nennt Krowicky ein paar eindrucksvolle Zahlen. So verbrauchen die Zeltlager-Teilnehmer in Münchehagen etwa eine Tonne Brot, dazu täglich 1 .700 Brötchen sowie 220 Liter Milch für den Kakao. Wenn’s Kartoffeln gibt, gehen laut Küchen-Chef locker fünf Zentner drauf – alle geschält von Einwohnern aus Münchehagen. „Die waren am Dienstag mit etwa 40 Leuten hier und rücken auch heute wieder an“, verriet Krowicky und lobte den Einsatz der Bewohner. 

Land unter im Zeltlager der Kreis-Jugendfeuerwehr

Erfreut ist Krowicky auch darüber, dass Frauen und Männer aus dem Ort auch die Ausgabe des Essens selbst organisieren und auch vornehmen. Ihr Lohn und der der Küchen-Truppe: Zufriedene Kinder und Jugendliche sowie Betreuer, die sich glücklich schätzen dürfen, eine so starke Mannschaft zur Verfügung zu haben. „Gemecker“ wegen des Essens gibt es nämlich schon beinahe seit „Urzeiten“ nicht mehr. Das Jugendparlament hatte den Speiseplan erarbeitet, die Krowicky-Mannschaft setzt anschließend die Wünsche der Lager-Teilnehmer um – und das in einer Weise, die in etwa ein Fünf-Sterne-Niveau besitzt.

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