In einer Woche treffen sich über 1000 Jugendliche in Münchehagen

Es gibt sogar Spargel: Zeltlager besonders früh

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Die Abordnungen der Jugendfeuerwehren bei der Platzbegehung in Münchehagen.

Münchehagen - Von Nikias Schmidetzki. Jedes Jahr dasselbe: Am Anfang der Sommerferien fallen mehr als 1000 junge Menschen in ein harmloses Dorf im Kreis Nienburg ein - und bringen gute Laune mit. In diesem Jahr gastiert das Zeltlager der Kreisjugendfeuerwehr in Münchehagen.

Viele Veränderungen braucht es für gewöhnlich nicht, um Erfolgsgeschichten fortzusetzen. Und so sind es auch nur Kleinigkeiten, die in diesem Jahr anders sind als beim Zeltlager der Kreisjugendfeuerwehr Nienburg. In einer Woche haben die mehr als 1000 Jugendlichen mit ihren Betreuern und vielen Helfern bereits ihre erste Nacht im Lager in Münchehagen verbracht.

Auffallen dürfte bei der aktuellen Auflage, dass es tatsächlich einige weniger sind, die am Zeltlager teilnehmen werden. Das liegt aber nicht an der mangelnden Qualität sondern schlichtweg am frühen Termin. Die Großveranstaltung – für viele das wichtigste Ereignis im Jahr – ist fest terminiert auf die erste volle Ferienwoche im Sommer. Und da die Sommerferien eben so früh sind, können vor allen Dingen Gäste, die aus anderen Bundesländern und sogar anderen Staaten anreisen, nicht. Gleichzeitig bietet der frühe Termin einen kulinarischen Vorteil. Das Jugendparlament, das mit dem Versorgungszug die Mahlzeiten plant, hat sich für Spargel an einem Tag entschieden – jugendliche Esser wohlgemerkt. Also wird das Lager eine der wohl größten Portionen des Edelgemüses erreichen – und zwar bereits geschält. Alles andere wäre kaum jemanden zumutbar gewesen.

Die aber wohl größte Änderung betrifft die Lagerleitung. Zum ersten Mal führen Jugendfeuerwehrwart Mario Hotze mit seinen Stellvertretern Andreas Ohling und Tristan Müller Regie – gemeinsam mit den zu wählenden „Lagerbürgermeistern“.

Kümmern sich ums Zeltlager und die Öffentlichkeitsarbeit (v. l.) Andreas Ohling, Philip Wehrenberg (Pressewart ab Januar 2017), Mario Hotze, Tristan Müller und Marc Henkel (Pressewart).

Die Abläufe für das mittlerweile 38. Lager in der Zeit vom 24. Juni bis zum 3. Juli dürfte das alles nicht stören. Es bleibt bei klassischen Programmpunkten: viel Sport, jede Menge Spiele, bunte Abendgestaltung und an jedem Tag zusätzliche Angebote. Rund um das Freibad in Münchehagen treffen sich die rund 1 100 zusätzlichen „Einwohner“ des Örtchens, auch die Sportanlagen sind nah bei. Damit sich die Jugendfeuerwehrwartinnen und Jugendfeuerwehrwarte schon mal ein Bild über die Örtlichkeiten machen konnten, trafen sich alle am Freibad.

Unter Leitung von Kai-Uwe Götzinger von der Ortsfeuerwehr Münchehagen gingen alle Teilnehmer die Bereiche des zukünftigen Lagergeländes ab. Obgleich der Freitag der erste offizielle Tag ist, geht es doch mit dem Aufbau bereits am Donnerstag schon los. Vor allem die Ortsfeuerwehr sei dann schon stark mit eingebunden, erklärt Pressesprecher Marc Henkel. Damit das reibungslos funktioniert schnappen sich die jeweiligen Betreuer der einzelnen Wehren für gewöhnlich ein paar der erfahreneren Jugendlichen: „Das geht dann ziemlich gut“, weiß Tristan Müller.

Bei aller Erfahrung nicht zu beeinflussen ist das Wetter. Obwohl: Selbst darum kümmern die Organisatoren sich. Es gibt ein Sicherheitskonzept, dass auch Unwetter einschließt. Geprobt haben sie es schon in Rodewald: „Nach 17 Minuten war das Lager geräumt“, sagt Henkel. Bei allen Wetter-Kapriolen der vergangenen Wochen zeigt sich die Führungsriege aber optimistisch, sich weniger darum als viel mehr um Jugendliche und Kinder – auch die Jüngsten kommen am ersten Sonnabend zu Besuch – kümmern können. Denn gegen einen Lagerkoller kämpfen die Planer mit allerlei Möglichkeiten an. Neben den Wettbewerben wird es unter anderem wieder ein Bergfest geben, und ein „Aktionstag des Handwerks“ steht ebenso auf dem Plan.

Ihre „neuen Bewohner“ können die Gastgeber aus Münchehagen übrigens gleich am ersten Freitag kennenlernen. Dann machen sich die Jugendlichen auf den Weg zum Nachtmarsch. Und quasi zum Abschied brechen sie am Vormittag des zweiten Sonnabends zum Orientierungsmarsch auf. Dazwischen liegen fast 180 Stunden Spaß, Sport und Erholung – letzteres wenigstens für die meisten.

Quelle: BlickPunkt Nienburg

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