Kreisverkehrsprojekt Verdener Landstraße: Neue Runde im Nienburger Bauausschuss

Der unendliche Kreisel

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Kommt der Kreisel oder kommt er nicht: Am Donnerstag wird sich der Bauausschuss der Stadt mit dieser Frage beschäftigen.  

Nienburg - von Leif Rullhusen. Die nächste Runde: Am Donnerstagabend beschäftigt sich Nienburgs Politik wieder einmal mit der Verkehrssituation zwischen Verdener Landstraße und Celler Straße.

Auf der Tagesordnung des Bauausschusses steht erneut der Vorschlag der Stadtverwaltung, dort einen Kreisel zu bauen. Eine endgültige Entscheidung über das 1,7 Millionen-Euro-Projekt könnte erneut verschoben werden – wie in den vergangenen Jahren. Zu unterschiedlich sind die Meinungen der Fraktionen bezüglich einer Lösung. Ist ein Kreisel die beste Variante, eine Neugestaltung des Einmündungsbereiches oder sollte alles so bleiben, wie es ist?

Das finden zum Beispiel die Sozialdemokraten. „Eine Baumaßnahme in diesem Bereich ist aufgrund der Verkehrssituation nicht zwingend notwendig“, betont SPD-Fraktionschefin Anja Altmann gegenüber dieser Zeitung. Eine Sanierung der Straße sei sinnvoll, eine entsprechende Baumaßnahme nicht. „Wir wollen definitiv keinen Kreisel“, macht Altmann klar. Die Entwicklung der Verkehrsströme durch die Ansiedlung des E-Centers sei nicht so stark angestiegen, dass eine solche Investition nötig wäre.

Die Wählergemeinschaft setzt dagegen definitiv auf den Bau eines Kreisverkehrs. „Das ist insbesondere für Radfahrer die beste Lösung“, erklärt WG-Ausschussmitglied Frank Podehl. Neben Sicherheitsaspekten sei der Kreisel auch verkehrstechnisch die beste Lösung. Im Zuge eines Kreisverkehrs lasse sich zudem am besten eine Höhenkontrolle in Richtung Innenstadt realisieren. Regelmäßig fahren sich Lkw aktuell unter der Bahnbrücke fest und legen damit den Verkehr auf der Verdener Landstraße für Stunden lahm.

Die CDU/FDP-Gruppe hat vor allem den klammen Haushalt der Stadt im Blick. „Der Mehrgewinn durch einen Umbau muss im Verhältnis zu dem Geld stehen, das wir dafür ausgeben“, stellt der CDU-Fraktionsvorsitzende Hans-Peter Rübenack klar. Wenn die Stadt entsprechende Zuschüsse bekäme, würde die CDU einem Umbau zustimmen. Allerdings nur einer Kreisel-Variante. „Die bietet Vorteile sowohl für Fahrradfahrer als auch für den Verkehrsfluss.“ Wenn der Anteil der Stadt womöglich 500 000 oder 600 000 Euro betrage, müsse man die Baumaßnahme aber verschieben. Rübenack setzt auf finanzielle Mittel durch das Förderprogramm Stadtumbau Nord. Dann müsse die Baumaßnahme allerdings erst in die Förderung aufgenommen werden, bevor die Politik die Maßnahme beschließen kann. Das bedeutet, dass die Politik den Beschluss erneut vertagt.

Ergebnisoffen aber aufgrund der Kosten skeptisch gehen die Grünen in die Sitzung des Bauausschusses. „Wichtig ist eine Lösung, die sicherstellt, dass Radfahrer auf der richtigen Seite sicher in die Stadt kommen“, betont Fraktionschef Peter Schmithüsen. Die Grünen-Vorzugsvariante, die Celler Straße komplett von der Verdener Landstraße abzuklemmen und den Verkehr statt dessen über den Nordringkreisel zu führen, stößt bei den übrigen Fraktionen auf taube Ohren. Wenn ein Kreisverkehr kommt, sollten die Empfehlungen der Experten bezüglich der Radwegeführung umgesetzt werden, mahnt Schmithüsen. Die sogenannten ERA-Regeln sehen vor, die Radfahrer aus Sicherheitsgründen auf der Fahrbahn und nicht auf einem Radweg durch den Kreisel zu führen. Auch darüber war in der Vergangenheit im Bauausschuss heftig diskutiert worden.

Quelle: BlickPunkt Nienburg

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