Bataillon Elektronische Kampfführung 912 in Nienburg: Uwe Malkmus übergab an Oliver Prost

Das Kommando hat gewechselt

Kreiszeitung Syke

Nienburg - NIENBURG (hen) n Das Bataillon Elektronische Kampfführung 912 („EloKaBtl 912“) in Nienburg hat seit gestern einen neuen Kommandeur: Im Rahmen eines feierlichen Appells auf dem Gelände der Clausewitz-Kaserne im Nienburger Stadtteil Langendamm verabschiedete sich Oberstleutnant (OTL) Uwe Malkmus und übergab das Zepter an seinen Nachfolger, Oberstleutnant Oliver Prost.

Den feierlichen Übergabe-Appell auf dem Antreteplatz der Kaserne leitete der Kommandeur des Fernmeldebereichs 91, Oberstleutnant Manfred Warnebold (Flensburg). Sowohl er als auch der zur Führungsakademie in Hamburg wechselnde Malkmus sowie dessen Nachfolger Prost sprachen zunächst ein Ereignis an, dass die Freude trübe: Bei Gefechten mit Aufständischen im afghanischen Kunduz erlitten acht Bundeswehr-Angehörige am Mittwoch Verletzungen – einer davon sehr schwere. Eben dieser, ein Oberfeldwebel, gehört dem Nienburger Bataillon an. Er habe Operationen gut überstanden und komme heute oder morgen nach Deutschland zur weiteren Versorgung zurück. „Unsere Gedanken sind bei dem Verwundeten, bei seinen Angehörigen, Kameraden und Freunden“, erklärte der scheidende Kommandeur.

Vor zahlreichen – auch hochrangigen Gästen – zog Malkmus ein positives Fazit seiner fast zweijährigen Führung des Bataillons: „Zwei Jahre in einem besonderen und einzigartigen Bataillon, die viel zu schnell vergangen sind.“ Malkmus bedankte sich „für Fleiß und professionelles Engagement“ seiner Uniformierten und Zivilisten, ehe er Oberstleutnant Manfred Warnebold, dem Kommandeur des Fernmeldebereichs 91, zu dem das „EloKaBtl 912“ in Nienburg gehört, das Rednerpult überließ. Warnebold lobte Uwe Malkmus und die ihm Unterstellten: „Was Sie alle hier leisten, das ist routinierte und professionelle Pflichterfüllung.“

Angenehm kurz hielt der Gast aus Flensburg seine Ansprache, denn er wollte zügig die Kurve zum neuen Kommandeur und Malkmus-Nachfolger bekommen. „Wer ist der neue Kommandeur ?“ Diese Frage beantwortete Warnebold gleich selbst mit dem Namen Oliver Prost, dessen bisherige Karriere er kurz skizzierte. Oliver Prost habe nach seinen zahlreichen Verwendungen – unter anderem auch bei der NATO in Belgien und zuletzt als Planungsstabsoffizier im italienischen Neapel – „eine beeindruckende internationale Erfahrung.“

„Ich schätze Sie ein als einen ,hungrigen Löwen‘, der die Verantwortung über dieses Bataillon gern übernimmt“, sagte Warnebold in Richtung Prost, der natürlich die besten Wünsche mit auf seinen neuen Weg bekam.

Prost selber, 1967 im Harz geboren und diplomierter Betriebswirt, erklärte vor etwa 570 Angetretenen (67 befinden sich aktuell in verschiedenen Einsätzen): „Die Übernahme des Kommandos ist für mich ein sehr emotionaler Augenblick.“ Es gelte nun, „die vor uns liegenden Herausforderungen anzugehen“, so der neue Kommandeur. Er freue sich auf die Zusammenarbeit mit den Menschen im Bataillon, mit allen Mandats- und Würdenträgern auf den verschiedenen Ebenen sowie mit dem „CIMIC“- und dem Sanitäts-Zentrum. „Ich bitte Sie alle um das gleiche Maß an Vertrauen und Unterstützung, das es meinem Vorgänger ermöglicht hat, das EloKa-Bataillon ein großes Stück voranzubringen.“

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