Klinik widerspricht Gerüchten über eine Schließung

Nienburger Geburtsklinikbleibt vor Ort

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Wollen den Bereich der Geburtsklinik in Nienburg weiter ausbauen (v.l.): Geschäftsführer Roland Gudath, Hebamme Norma Weber, Chefarzt Dr. Aref Alemi und Geschäftsführer Marco Martin in einem der beiden Kreißsäle, die in Kürze optisch aufgewertet werden sollen.

Nienburg - von Regine Suling. „Unsere Geburtsklinik hat eine Zukunft“, stellt Roland Gudath, Geschäftsführer der Helios Kliniken Mittelweser klar, und tritt  damit aktuell kursierenden Gerüchten entgegen, die Geburtshilfe am Standort Nienburg könne geschlossen werden.

 „Das Gegenteil ist vielmehr der Fall: Wir wollen diesen Bereich noch weiter ausbauen“, sagt Marco Martin, der seit dem 1. Juli das Krankenhaus zusammen mit Roland Gudath als Doppelspitze führt. „Wir wollen ein zweites Elternzimmer als Wahlleistungszimmer schaffen“, berichtet Martin. Sein Kollege Roland Gudath erklärt, dass auch der Bereich der beiden Kreißsäle aufgewertet werden solle. „Wir haben uns ein Konzept machen lassen und wollen mehr im Bereich der Optik tun, beispielsweise mit Fototapeten“, berichtet der Geschäftsführer beim Rundgang durch die Kreißsäle. In der Geburtsstation habe man über Ostern den Fußboden erneuert, um diesen Bereich noch stärker als Geburtsklinik erkennbar zu machen. Dass diese Abteilung in der Regel nicht zu jenen gehört, mit denen die Klinik Geld verdient, gesteht auch Roland Gudath ein. „Wir sind hier aber nicht haarklein am Rechnen“, sagt er. Überhaupt: „Die Geburtsstation ist das Aushängeschild des Krankenhauses.“

Dass diese Abteilung im Landkreis benötigt wird, unterstreichen die Zahlen: Die Entbindungen nehmen zu. „Aktuell haben wir pro Jahr rund 500 Geburten“, sagt Dr. Aref Alemi, Chefarzt der Gynäkologie und Geburtshilfe. Tendenz steigend. Im Vergleich zum vergangenen Jahr hätte sich die Zahl der Geburten in 2015 bereits um zehn Prozent gesteigert. Für das laufende Jahr hält Alemi eine Zahl von rund 600 Geburten für möglich. Auch über den Landkreis hinaus hätte sich die Geburtsklinik etabliert: „Sechs Prozent aller Geburten in der ersten Jahreshälfte 2015 kommen aus dem Bereich Sulingen“, sagt Alemi. Damit sei diese Region die zweitstärkste nach Nienburg, die auf die Klinik an der Weser zurückgreift. Das aber liegt vor allem wohl auch daran, dass der Landkreis Diepholz in den vergangenen Jahren alle Entbindungsstationen geschlossen hat, darunter eben auch die in Sulingen.

Aktuell arbeiten im Nienburger Krankenhaus sechs Fachärzte und zehn Hebammen auf der Station. „Eine weitere Hebamme kommt demnächst dazu“, berichtet Alemi. Und er hat noch mehr vor: „Ab 2016 wollen wir im Kreißsaal mit Lachgas anstelle einer PDA arbeiten.“ Damit wolle die Klinik eine nicht-invasive Alternative zur bislang gängigen Periduralanästhesie (PDA) bieten.

Daneben erfreut sich auch das Storchentaxi einer wachsenden Nachfrage. Damit werden Mutter und Kind nach der Entlassung mit dem Taxi auf Kosten der Klinik nach Hause chauffiert. Auch kostenlose Angebote wie osteopathische Behandungen würden gut angenommen werden, sagte Alemi.

Roland Gudath bringt es auf den Punkt: „Wir sind Geburtsklinik für die Region und wollen das auch bleiben.“

Quelle: BlickPunkt Nienburg

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