Feuerwehr klärt Schüler über Verhalten bei Feuer auf: Auf keinen Fall verstecken

Keine Angst vor dem Mann mit der Maske

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Ein Feuerwehrmann in voller Montur kann für Kinder ein erschreckender Anblick sein. · Archiv-

Hoya - Die Feuerwehren in der Samtgemeinde Graftschaft Hoya haben in den vergangenen Wochen mehr zu tun gehabt, als ihnen Recht sein kann. In Erinnerung bleibt insgesondere der Scheunenbrand in Hämelhausen, bei dem ein Kind ums Leben kam.

Um solche tragischen Ereignisse zu verhindern, besuchen Brandschutzerzieher zurzeit die Schulen. Zum Auftakt waren Horst Günnemann, Silvia Lepakowski, Ulf-Peter Warnke und Silke Gütz in der Grundschule am Weserbogen in Wechold.

„Unser wichtigstes Anliegen ist es, die Kinder über die tödlichen Gefahren beim Spielen mit Feuer aufzuklären“, so Silke Gütz, Schulklassenbetreuerin in der Samtgemeinde Grafschaft Hoya. Die Brandschutzerzieher machten den Kindern deutlich, wie gefährlich Feuer ist. Heranwachsende würden die zerstörerische Kraft oft unterschätzen.

Oftmals seien es gar nicht die Flammen, die Verletzungen und Schäden anrichten, sondern die giftigen Rauchgase, die bei einer Verbrennung entstehen. Nur wenige Atemzüge könnten dazu führen, dass Menschen das Bewusstsein verlieren oder sogar ums Leben kommen. Das Brandschutzerzieher-Team appellierte an die Kinder, sich bei einem Wohnungsbrand nicht zu verstecken, sondern raus ins Freie zu laufen.

Horst Günnemann erklärte die Ausrüstung eines Atemschutzgeräteträgers und schlüpfte dann in die volle Montur. Für viele Kinder ein erschreckender Anblick, doch Günnemann betonte, dass kein Kind vor einem voll ausgerüsteten Feuerwehrmann Angst haben müsse. Ganz im Gegenteil: Menschen zu retten, sei das vorrangige Ziel der Männer und Frauen mit den Masken.

Mit Rollenspielen übten die Brandschützer mit den Schülern, einen Notruf über 112 abzustetzen: Wo ist es passiert? Was ist passiert? Wie viele verletzte Personen? Welche Verletzungen haben diese Personen und Warten auf Rückfragen. Die fünf sogenannten „W-Fragen“ sind sind für die Retter wichtig, um richtig reagieren zu können. Zwischen dem Notruf und der Alarmierung der Einsatzkräfte sollen nur wenige Sekunden vergehen. Wenige Minuten später treffe das erste Feuerwehrfahrzeug am Einsatzort ein, erklärten die Brandschützer.

Wozu Steckleiter, Schläuche, Rohre, Pumpen, Atemluftflaschen und Schutzmasken auf einem Feuerwehrwagen gut sind, erklärten erfahrene Einsatzkräfte. Sie schilderten auch einige zum Teil tragische Erlebnisse bei Einsätzen. Ihr Appell an die Kinder: „Zündelt nie alleine mit Feuer!“

Die Brandschützer besuchen in den kommenden Wochen weitere Schulen in der Samtgemeinde. · tb

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