20. Auflage der Feier geht in die Breite / Rückblick auf die Jahre seit 1993

Katharinenmarkt 2012 wieder am Zwergenbrunnen

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Eine Wache am Mittelpunkt des Marktes, dem Zwergenbrunnen.

Hoya - Zu seiner 20. Auflage kehrt der Katharinenmarkt an seinen angestammten Platz an der Grundschule in Hoya zurück. Wegen der Baumaßnahmen dort war er 2011 auf den Guder-Parkplatz umgezogen – ein Standort, der vielen trotz aller gestalterischen Mühen der Organisatoren nicht so recht gefiel. So feiern die Gaukler und Händler, Spiel leute und Schlitzohren, Bauern und Adeligen am 15. und 16. September wieder rund um den Zwergenbrunnen.

An diesem Wochenende hält in Hoya wieder das Mittelalter Einzug. Der Katharinenmarkt-Verein und die „Fogelvreien“ bieten den Besuchern einen Einblick ins Jahr 1422, in dem die Grafentochter Katharina (circa 1440 bis 1474) blutjung zur Äbtissin des Klosters Wienhausen (bei Celle) gewählt wurde. Aus diesem Anlass lässt der Katharinenmarkt-Verein ihre Eltern, Graf Otto III. von Hoya und Bruchhausen (1383 bis 1428) und Gräfin Mechthild zu Braunschweig-Lüneburg (gestorben 1433), Markt feiern.

So geschieht es seit 19 Jahren, stets zwei Wochen vor Erntedank. „1993 erstmals durchgeführt, wurden die Planungsfehler erkannt, aufgearbeitet und in der neuen Konzeption vermieden“ – so bescheiden schreibt es Hans Soltau, Marktvogt und Vereinsvorsitzender. „Das Interesse neuer Akteure und Standbetreiber aus der Region wurde übers Jahr gefördert, und so wurde aus dem Katharinenmarkt 1994 ein zwar noch beschauliches und kleines, aber beachtenswertes Spektakel.“ Die Pfadfinder boten Leckeres aus der Sudküche, der Bürgerverein verkaufte „fein Phir“, ne ben an brutzelten „Fleischbatzen“ auf dem Grill der „Bratery“, es gab Silberschmiedekunst und Porzellanmalerei zu bewundern.

Richtig Fahrt nahm der Markt ab 1995 auf, als die Fläche um den Schulhof erweitert wurde und etliche neue Gewerbe die bekannten Angebote ergänzten. So bot zum Beispiel eine „Quacksalberey“ eigens zum Markt in der Apotheke gebrautes „Hoyaer Magen elexier“ feil. Zinngießer, Fischräucherei sowie eine Weintaverne kamen hinzu und machten den Katharinenmarkt zu einem über die Region hinaus bekannten Spektakel – gemeinsam mit den 30 zugereisten Handwerkern aus dem „Fogelvrei-Troß“ um den Heidhüser Johannes Faget.

1996 verzeichnete der Markt trotz mäßigen Wetters erneut mehr Besucher. Insgesamt erfreuten sich historische Veranstaltungen einer steigenden Beliebtheit, was auch die mit großem Erfolg organisierten Grafenkonzerte mit mittelalterlicher Musik und Spielmannskunst im Kulturzentrum „Martinskirche“ bewiesen.

Schließlich gründete sich im April 1997 der „Katharinenmarkt zu Hoya e. V.“. Er trägt den Untertitel „Verein zur Förderung und Darstellung historischer Kultur“. Seitdem richtet er den Markt in enger Zusammenarbeit mit den „Fogelvreien“ aus.

Die derzeit 114 Vereinsmitglieder bringen sich in viele Rollen oder im Hintergrund ein – auch abseits des Marktes bei Festen und Konzerten in der Region. Derzeit stehen die Planungen des 20. Katharinenmarkts natürlich im Vordergrund.

„Wir sind froh und glücklich, an die alte Stätte am Zwergenbrunnen zurückkehren zu können“, sagt Hans Soltau. Weil der Schulhof wegen der Bauarbeiten aber gesperrt bleibt, nutzt der Verein zusätzlich einen Teil der Promenade und den „Magro“-Parkplatz. · mwe

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