Samtgemeinde Steimbke lädt zu Informationsveranstaltung ein

Kastrationspflicht für Katzen in Rodewald

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Freilaufende Katzen müssen in der Gemeinde Rodewald ab sofort kastriert werden.

Steimbke -Von Leif Rullhusen. Seit Jahresbeginn besteht für freilaufende Katzen in Rodewald eine Kastrationspflicht. Das beschloss die Samtgemeinde Steimbke für die Gemeinde.

„Wir haben diese Verpflichtung auf das Gebiet Rodewald beschränkt, weil der örtliche Tierschutzverein ,Glückskatzen’ dort sogenannte Hotspots ausgemacht hat“, erklärt Torsten Deede, Fachbereichsleiter und allgemeiner Vertreter des Samtgemeindebürgermeisters. Zudem übernehme der Tierschutzverein dort auch das Monitoring der Katzenpopulation. Deede: „Wir wollen damit die gute Arbeit von ,Glückskatzen’ unterstützen.“ Mit dieser Kastrationspflicht will die Samtgemeinde zudem verhindern, dass freilaufende Hauskatzen weiter zur stetig wachsenden Streunerpopulation beitragen. Anlass war ein Antrag der Tierschutzorganisation „Vier Pfoten“ und dem „Glückskatzen – Tierhilfe in Rodewald “. Die Katzenverordnung ist zunächst für drei Jahre auf das Gebiet der Gemeinde Rodewald begrenzt.

Da die Kastrationsverordnung bereits in Kraft getreten ist und es keine Übergangsfrist gibt, könnte die Samtgemeinde aktuell Sanktionen für Katzenbesitzer verhängen, die der Verpflichtung nicht nachkommen. „Ich hoffe nicht, dass solche Maßnahmen nötig sind“, appelliert Deede an die Vernunft der Katzenbesitzer.

Betroffene und Interessierte können am kommenden Montag, 29. Januar, an einer öffentlichen Informationsveranstaltung teilnehmen. Die Samtgemeinde Steimbke lädt in Zusammenarbeit mit dem Verein „Glückskatzen – Tierhilfe in Rodewald“ und „Vier Pfoten“ dazu ab 19 Uhr ins Hotel zur Post in Steimbke ein.

Noch bis Anfang Februar führt „Vier Pfoten“ eine Kastrationsaktion für Streunerkatzen durch. Dafür benötigen die Tierschützer konkrete Zahlen zur Population der Streunerkatzen und bitten um die Mithilfe der Bevölkerung. Sie fragen: Wer kennt die Aufenthaltsorte oder Verstecke der streunenden Katzen, und wie groß sind die Populationen etwa?

Eine Katzenpopulation entstehe nicht über Nacht, erklären die Tierschützer. „Streunerkatzen paaren sich mit Hauskatzen mit Freigang und vergrößern so über die Zeit die Population. Jede unkastrierte Hauskatze mit Freigang trägt zum Wachstum der Streunerpopulation bei.“ Bereits mit vier bis fünf Monaten würden Katzen geschlechtsreif und könnten pro Jahr zwei Würfe mit mindestens drei Kätzchen großziehen. Dementsprechend werde die Situation stetig schlimmer. Zudem würden Streunerkatzen an Hunger, Parasiten und unbehandelten Infektionskrankheiten leiden. „Die meisten Streunerkatzen sterben jung: Nur vier Jahre alt wird eine wild lebende Katze im Durchschnitt, Wohnungskatzen dagegen zwischen 12 bis 14 Jahren“, berichtet Vier Pfoten.

Quelle: BlickPunkt Nienburg

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