„Ich bin ein Mann der klaren Worte“

Hoya - Samtgemeindebürgermeister Wolfgang Rustemeyer nimmt Stellung zu den Artikeln, in den von Seiten des Wirtschaftsförderungsvereins sein Rücktritt gefordert wird:

„1. Ich habe mich in meiner 17-jährigen Amtszeit als Samtgemeindebürgermeister immer uneingeschränkt für die kommunalen Interessen und das Gemeinwohl eingesetzt und dabei nach meiner Beurteilung mit einer leistungsstarken Verwaltung auch viel erreicht. Dabei habe ich ganz sicher auch Fehler gemacht und mich nicht immer diplomatisch verhalten, was ich sehr bedauere.

Eine in der jetzigen Situation von Teilen der Wirtschaft und der Politik reklamierte Rücktrittsforderung wird der Situation in keiner Weise gerecht und steht im krassen Widerspruch zum öffentlichen Interesse, weshalb ich sie entschieden zurückweise. Wenn meine Verfehlungen wirklich so groß sind, sollte es auch gelingen, meine Abwahl zu erreichen.

2. Lippenbekenntnisse entsprechen in keiner Weise meinem Naturell. Ich bin ein Mann der klaren Worte und werde dieses auch in Zukunft sein.

3. Das (von mir maßgeblich mitentwickelte) Erfolgsmodell Hoya bezüglich der Wirtschaftsförderung hat eine sachorientierte Krisenbewältigung verdient. Einseitig vorgetragene Schuldzuweisungen und Unterstellungen sind absolut unfair und keineswegs zielorientiert. Differenzen über die inhaltliche Arbeit der Wirtschaftsförderung können nur in einer sachlichen Diskussion zwischen den Beteiligten geklärt werden.

4. Persönliche Angriffe gegen den Samtgemeindebürgermeister können doch der Sache nicht dienen. Im Übrigen muss ich diese Vorwürfe zurückweisen, da sie jeglicher Grundlage entbehren. Ein zwischen Wirtschaftsvertretern und mir verabredetes offenes Gespräch wurde von der Wirtschaftsförderin abgelehnt. Dennoch werden vom Wirtschaftsförderungsverein sämtliche gegen mich vorgebrachten Behauptungen als wahr unterstellt und öffentlich erhoben.

5. Ist es nach neun Jahren nicht mal an der Zeit, zu bewerten, was wir für das eingesetzte Geld erhalten haben? Nur der Stolz auf die gemeinsame Finanzierung des Systems Wirtschaftsförderung bringt uns nicht weiter.

Es ist kein Lippenbekenntnis, wenn ich mir eine konstruktive Bewertung und Fortsetzung einer gemeinsamen Wirtschaftsförderung wünsche. Sollten Wirtschaft und Politik aber nur ein „Weiter So“ mit einem entsprechenden finanziellen Aufwand wollen, bedarf es klarer Absprachen, wer für die Wirtschaftsförderung Ansprechpartner ist.

Für die anstehende Fusion der Samtgemeinden Grafschaft Hoya und Eystrup und die Umsetzung von enormen Aufgaben im Bereich der Samtgemeinde und aller Mitgliedsgemeinden benötigen das Rathaus-Team und ich unsere gesamte Energie und eine angemessene Unterstützung aller kommunalen Gremien und der Öffentlichkeit. Diese erfolgreiche Samtgemeinde und das engagierte Rathaus-Team haben ein solches Kesseltreiben nicht verdient; es sollte daher schnellstens beendet werden.“

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