28 Bürger sammeln mehr als 2 700 Flurnamen / CD mit Deutungen

Hoya forscht

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Joachim Kroll, Ulrich Dannemann und Friedhelm Wessels (von links) vom Kreisheimatbund Diepholz präsentierten in Wechold das Ergebnis der Flurnamenforschung. ·

Hoya - Von Dieter NiederheideWECHOLD · „Das ist hervorragend gelaufen, alle haben begeistert mitgemacht“, sagte Stadtarchivar Henry Meyer. Er meinte damit die akribische Arbeit der 28 Flurnamenforscher, die seit 2009 in der Samtgemeinde Grafschaft Hoya ehrenamtlich unterwegs waren. Sie haben 2 700 alte Flurnamen entdeckt.

Mit einer Gesprächsrunde der Flurnamenforscher in der Wecholder Heimatstube wurde die Aktion nun abgeschlossen. Begonnen hatte alles im Juni vor vier Jahren mit einer Zusammenkunft Heimatinteressierter. Die Initiative ging damals vom Arbeitskreis „Flurnamenforschung“ des Kreisheimatbunds Diepholz aus.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Joachim Kroll (Syke) und Ulrich Dannemann (Heiligenfelde), die mit Henry Meyer (Hoya) damals den Startschuss gaben, sowie Friedhelm Wessels (Bassum) präsentierten jetzt eine CD mit den Flurnamen aus der Samtgemeinde inklusive Deutungen. Diese CD, ein kleines technisches Wunderwerk aus der Schaltzentrale der Flurnamenforschung von Friedhelm Wessels, erhielt am Ende der Tagung jeder Anwesende.

Wessels nahm sich Zeit und erklärte den Inhalt der CD sowie die Möglichkeit, damit in Zukunft ergänzend weiter zu arbeiten: „Die CD muss nicht der endgültige Abschluss sein, eine interne Fortführung der Arbeit ist möglich.“ Joachim Kroll fand lobende Worte für das Ergebnis der Aktion im Hoyaer Land. „In einer so kurzen Zeit so viele Flurnamen, das ist schon ein schöner Erfolg“, sagte er.

Die meisten Flurnamen stammen aus Hoyerhagen (267), gefolgt von Eystrup (262). Achtbar auch die Ergebnisse aus Ortschaften wie Holtrup und Windhorst. In Hoya sammelten die Bürger 208 Flurnamen.

Bei dem Treffen ging Ulrich Dannemann auch auf die Aktion „Spurensuche“ ein, für die er und Joachim Kroll im Kreisheimatbund Diepholz verantwortlich zeichneten. Das Projekt gilt der Erfassung historischer Kulturlandschaften und ihrer Elemente und wurde vom Niedersächsischen Heimatbund initiiert. Der Kreisheimatbund Diepholz schloss sich an und erstellte eine Wanderausstellung, die in den Städten und Gemeinden des Landkreises Diepholz zu sehen ist. Ob eine solche Aktion auch im Bereich der Samtgemeinde Grafschaft Hoya möglich sein könnte, dazu gab es bei der jetzigen Zusammenkunft noch keine abschließende Aussage. Archivar Henry Meyer sagte: „,Spurensuche‘, das ist eine sehr interessante Sache. Die Aktion im Nachbarkreis verfolge ich aufmerksam.“ Er sei sich sicher, dass es auch in der hiesigen Region bedeutende historische Objekte gibt.

Joachim Kroll ließ durchblicken, dass der Fachausschuss „Heimatforschung und Archivpflege“ des Kreisheimatbunds eventuell im nächsten Jahr einmal in Hoya tagen und dann näher auf das Projekt eingehen könnte.

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