Großeinsatz: Über 150 Rettungskräfte kämpfen gegen die Flammen

Industriebrand: Feuer in Leese fordert einen Schwerverletzten

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Unter Atemschutz gingen die Feuerwehrkräfte gegen die Flammen vor.

Leese. Ein Brand in dem metallverarbeitenden Betrieb der Firma Filigran Stahlbau forderte am Mittwoch  in Leese einen Schwerverletzten, richtete hohen Sachschaden an und löste einen Feuerwehrgroßeinsatz aus.

Um 16.58 Uhr ging bei der Rettungsleitstelle zunächst ein Notruf über eine abgestürzte Person in dem Betrieb ein. Kurz danach Unmittelbar danach wurde ein Brand, im Bereich des Hallendaches, mit der gleichen Adresse gemeldet.

Industriebrand in Leese

Schon bei der Anfahrt der Feuerwehren aus Leese, Stolzenau, Landesbergen, Leeseringen und Loccum war schwarzer Rauch über der Halle zu sehen. Sofort alarmierten die Einsatzkräfte die ELO Mittelweser sowie die Drehleitern aus Liebenau und Nienburg nach.

Firmenangehörige hatten zunächst versucht, den Brand, der sich in einer Zwischendecke ausbreitete, vom Dach aus zu löschen. Dabei war ein Mitarbeiter sieben Meter tief abgestürzt und hatte sich schwer verletzt. Der 57-Jährige wurde mit dem Rettungshubschrauber Christoph Weser in die Medizinische Hochschule Hannover geflogen.

Während sich der Rettungsdienst um den Verletzten kümmerte, begannen die Feuerwehren mit der Brandbekämpfung von innen. Mittlerweile war auch die technische Einsatzleitung (TEL) vor Ort und begann den Einsatz zusammen mit dem Einsatzleiter Bernd Soll und den Einsatzabschnittsleitern für die 150 Einsatzkräfte zu koordinieren.

Von den beiden Drehleitern aus wurden mit Einreißhaken die Eternitplatten entfernt, um an die Brandnester in der Zwischendecke zu gelangen. Da die Möglichkeiten mit den Drehleitern stark eingeschränkt waren, wurde der Teleskopmast aus Lahde nachgeordert. Mit Hilfe von Wärmebildkameras wurden noch weitere Brandnester lokalisiert und das Dach weiter freigelegt. Bis 20 Uhr waren 14 Trupps unter Atemschutz im Einsatz. Um 20.56 Uhr wurden die Feuerwehren Nendorf, Holzhausen und Hibben nachalarmiert, um weitere Atemschutzgeräteträger zur Verfügung zu haben. Es wurden weiterhin große Teile des Eternitdaches geöffnet, um das Feuer, das sich an den Sparren entlang fraß, zu löschen. Um 22.30 Uhr wurden darüber hinaus die Feuerwehren Diethe Langern, Frestorf und Müsleringen alarmiert, um ebenfalls mit Atemschutzgeräteträgern zur Verfügung zu stehen.

Ein Hubschrauber der Polizei überflog die Einsatzstelle und stellte mit seiner Wärmekamera fest, dass im gesamten Dachbereich noch eine starke Hitzeentwicklung vorhanden war. Um 23.15 Uhr wurden weitere Atemschutzgeräteträger aus der Samtgemeinde Uchte nachgeordert. Die Brandbekämpfer waren bis weit nach Mitternacht im Einsatz, um die Zwischenräume im Dachbereich mit Wasser zu fluten.

Zur Brandursache macht die Polizei noch keine Angaben, es wird in alle Richtungen ermittelt. Das Gewerbeaufsichtsamt Hannover hat ebenfalls die Ermittlungen aufgenommen.

wit/ber

Quelle: BlickPunkt Nienburg

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