Krankenkasse warnt: „Kein Grund zur Entspannung“

"Grippewelle droht nach dem Jahresweschsel"

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Die IKK Classic empfiehlt Bürgern, sich jetzt gegen Grippe impfen zu lassen.

Landkreis Nienburg - von Leif Rullhusen. Bisher ist in der aktuellen Grippesaison im Landkreis Nienburg erst ein Grippefall gemeldet worden. Kein Grund zur Entwarnung: Die Grippewelle startet erst nach dem Jahreswechsel.

„Nach dem Jahreswechsel droht in der Regel die Grippewelle“, mahnt die IKK Classic. Die Krankenkasse empfiehlt daher jedem, der noch keinen aktuellen Impfschutz hat, mit dem Besuch beim Arzt nicht lange zu warten.

Bereits Ende September sei die aktuelle Grippesaison gestartet. Als Bundesoberbehörde für Infektionskrankheiten beobachtet das Robert Koch-Institut (RKI) mit der „Arbeitsgemeinschaft Influenza“ ab diesem Zeitpunkt verstärkt die Entwicklung der Erkrankungen mit Grippeviren in Deutschland und veröffentlicht regelmäßig Infektionszahlen. Die IKK Classic hat die aktuellen Grippe-Statistiken für Niedersachsen ausgewertet. Bis zum 17. November seien dem RKI demnach bundesweit 544 Grippefälle gemeldet worden. Bayern verzeichnet mit 196 Infektionen bisher die meisten Kranken. In Niedersachsen waren bis zu dem Zeitpunkt lediglich 19 Fälle bekannt, davon ein einziger Fall im Landkreis Nienburg.

"Kein Grund zur Entspannung"

„Ein Grund zur Entspannung ist die geringe Anzahl von Infektionen gleichwohl nicht“, warnt die Krankenkasse. Die gefährliche Zeit stehe noch bevor. „In der vergangenen Grippesaison begann die Grippewelle in der zweiten Kalenderwoche 2019 und endete mit der 14. Kalenderwoche, Anfang April“, berichtet IKK-Regionalgeschäftsführer Uwe Kuhlmann. „In diesem Zeitraum wurden im Landkreis Nienburg 20 Grippefälle von insgesamt 23 in der gesamten Grippesaison 2018/2019 gemeldet.“ Damit stellte sich die Situation im Landkreis ähnlich wie im gesamten Land Niedersachsen dar. Niedersachsenweit erkrankten in der vergangenen Grippesaison 8347 Personen, 7983 von ihnen in der Zeit vom 7. Januar bis 7. April.

Eine Grippeerkrankung sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen. 

Das Niedersächsische Landesgesundheitsamt (NLGH) gibt dagegen derzeit noch Entwarnung bezüglich der Verbreitung von Influenza-Viren. „Ein Beginn der Grippewelle ist derzeit nicht erkennbar“, heißt es in der aktuellen NLGH-Bewertung des saisonalen Grippegeschehens.

Schutzimpfung wird Risikogruppen empfohlen

Die Schutzimpfung wird vor allem Risikogruppen empfohlen. Dazu zählen Über-60-Jährige, chronisch Kranke beziehungsweise Menschen mit geschwächtem Immunsystem, medizinisches Personal, aber auch Personen, die beruflich mit sehr vielen Menschen in Kontakt kommen. Schwangeren wird die Impfung ab dem vierten Monat empfohlen. Weil Grippeviren sehr wandlungsfähig sind, wird der Impfstoff jedes Jahr an die voraussichtlich zirkulierenden Erreger angepasst. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen grundsätzlich die Kosten der Grippeschutzimpfung für Versicherte, für die sie vom RKI empfohlen werden.

Quelle: BlickPunkt Nienburg

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