Gemeinsames Konzert der Verdener „Jazzdogs“ und des Blasorchesters des Hoyaer Gymnasiums

Zwei Gruppen unisono auf einer Bühne

Zwei Bläsergruppen in einem Konzert: Die „Jazzdogs“ des Verdener Domgymnasiums und das Blasorchester des Johann-Beckmann-Gymnasiums Hoya spielten in der Aula der Marion-Blumenthal-Oberschule in Hoya. Foto: Horst Friedrichs

Hoya - Von Horst Friedrichs. Satter Blechbläser-Sound erfüllte die Aula der Marion-Blumenthal-Oberschule in Hoya: Am Donnerstagabend erfreuten die „Jazzdogs“ des Domgymnasiums Verden und das Blasorchester des Johann-Beckmann-Gymnasiums ihr Publikum im „ausverkauften Haus“ der Oberschule mit einem gemeinsamen Konzert. Unter dem Motto „Unisono“ bot die zahlenstarke Formation junger Musiker ein unterhaltsames Programm mit Titeln, die für ihre Besetzung wie maßgeschneidert waren.

Einen Hauch von Freiluft-Atmosphäre bot die Aula am Abend des Konzerts mit offenen Türen bei frühsommerlichen Temperaturen. Als Zuhörer fanden sich Eltern, Großeltern sowie weitere Verwandte und Freunde der Musiker in großen Scharen ein, um mitzuerleben, was die gastgebenden Gymnasiasten aus Hoya gemeinsam mit ihren „Kollegen“ aus Verden in langen Proben erarbeitet hatten.

Das Konzert unter der Überschrift „Unisono – eine musikalische Begegnung“ plante und gestaltete der 19-jährige Dorino-Manolo Förster im Rahmen seines Freiwilligen Sozialen Jahrs (FSJ). Überdies spielt er Tuba im Blasorchester des Johann-Beckmann-Gymnasiums (JBG) unter der Leitung von Musiklehrer Hagen Meyer.

Vom Domgymnasium (Dog) Verden kam Musiklehrerin Iris Krüger mit den „Jazzdogs“, einer elf Mitglieder starken Gruppe aus vier Saxofonen, drei Trompeten, einer Klarinette, drei Querflöten und Rhythmusbegleitung. Zum Programmauftakt dirigierte Iris Krüger das Gesamtorchester mit dem temperamentvoll interpretierten Titel „Dynamite“ von Taio Cruz. Dorino-Manolo Förster schilderte den Gästen sein Kulturprojekt im Rahmen des FSJ, das er am Domgymnasium und beim Verdener Verein Jazz- und Bluestage absolviert.

Hagen Meyer übernahm den Taktstock und erläuterte, was es mit dem zweiten Titel des Konzertprogramms, dem „Weser-Song“, auf sich hat. Komponist Jacob de Haan habe ihn bei einem Workshop 2015 aus dem Originaltitel „Weserlied“ (Text Franz von Dingelstedt, 1814-1881, Musik Gustav Pressel, 1827-1890) erarbeitet. Hagen Meyer spielte den Zuhörern eine Aufnahme dieses ursprünglichen Gesangsstücks vor, um sie mit der Melodie vertraut zu machen, die dann als Thema aus de Haans Werk herauszuhören war – außerdem als Unterscheidung zum bekannteren „Weserbogenlied“ (Wo die Weser einen großen Bogen macht).

In der Tat waren die Melodielinien des „Weserlieds“ aus der mit rockigen Elementen durchsetzten Orchesterversion von Jacob de Haan nicht zu überhören. Hagen Meyer leitete das Gesamtensemble auch bei den beiden folgenden Stücken des ersten Konzertteils, „It Hat Better Be Tonight“, einer Samba von Henry Mancini, und dem Michael-Jackson-Titel „Thriller“. Iris Krüger übernahm die Leitung der „Jazzdogs“, die von einigen Hoyaer Bläsern unterstützt wurden, mit den Stücken „Shut Up And Dance“, „Uptown Funk“ und „T.W.A.“, und danach beide Formationen mit dem Ellington-Titel „It Don’t Mean A Thing“ als Überleitung zur Pause. Die Solo-Trompete in diesem Stück spielte Mika Rust.

Nach der Pause ging es weiter mit Jacob de Haans Komposition „Pasadena“, vorgetragen wiederum gemeinsam von den Jazzdogs und dem JBG-Blasorchester. Lena Pawlikowski spielte das Altsaxofon als Solistin. Es folgten drei Titel, die das JBG-Blasorchester allein vorstellte: „September“ von Earth, Wind & Fire, „Shackleford Banks“ von Jay Bocook und eine Auswahl aus dem Musical „Mary Poppins“ von den Sherman-Brüdern. Die letzten vier Programmtitel – das „Peter Gunn Theme“ von Henry Mancini, „Hold On I’m Coming“ von Sam and Dave, „Can’t Stop The Feeling“ von Justin Timberlake und „Give Me Some Lovin“ von der Spencer Davis Group – übernahmen wieder beide Bands gemeinsam.

Das Publikum spendete den Mitwirkenden bei allen Stücken begeisterten und anhaltenden Beifall. Am Schluss wollte der Applaus kein Ende nehmen, und so ließen sich Jazzdogs und JBG-Blasorchester überzeugen, dass eine Zugabe unbedingt folgen musste. Das wurde dann der beliebte Titel „Disco Lives“ – zum Ausklang eines stimmungsvollen und gelungenen Konzertabends.

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