Hoyaer Projekt erhält Förderung von knapp 300 000 Euro

Zuschuss für das Druckereimuseum

Die Freunde „der schwarzen Kunst“ lernen alles über das Druckereiwesen. Die Alte Molkerei in Hoya soll als außerschulischer Standort etabliert werden. archivFoto: Horst Friedrichs

Hoya – Weniger als neun Monate nach dem Start des Förderprogramms „Zukunftsräume Niedersachsen“ sind vor Kurzem zum zweiten Mal Förderzusagen an Kommunen gegangen, die auf innovativen und kreativen Wegen an einer Verbesserung ihrer Attraktivität und Anziehungskraft arbeiten. Nachdem in der ersten Runde Ende vergangenen Jahres zwölf Kommunen mit ihren Anträgen erfolgreich waren, sind in diesem Frühjahr 18 Anträge bewilligt worden, die das Land insgesamt mit rund 3,4 Millionen Euro unterstützt. „Die niedersächsischen Kommunen haben große Anerkennung für ihr Engagement verdient“, erklärt Niedersachsens Regionalministerin Birgit Honé.

Im Fokus des Förderprogramms stehen laut Pressemitteilung des Ministeriums die kleinen und mittleren Städte, die in ihrer Funktion als Anker für die sie umgebenden ländlichen Räume gestärkt werden sollen. Zuwendungsempfänger sind Kommunen mit mindestens 10 000 Einwohnern und einem Grund- oder Mittelzentrum.

Eines der geförderten Projekte ist ein Vorschlag aus der Samtgemeinde Grafschaft Hoya. Sie reichte das Projekt „Interaktiver Zukunftsraum Alte Molkerei – Baustein: Schwarze Kunst in Hoya“ ein. Die Gesamtkosten dafür belaufen sich auf 498 097 Euro. Mehr als die Hälfte dieser Summe erhält die Samtgemeinde als Förderung, nämlich 298 858 Euro und somit die höchstmögliche Einzelförderung.

Das Gebäude der 1926/27 gegründeten Genossenschaftsmolkerei steht seit 2007 leer und ist seit 2016 in städtischer Hand. Im Jahr 2018 erfolgten bereits Abrissarbeiten, und es wurde ein grobes Nachnutzungskonzept erstellt.

Der beantragte Baustein „Außerschulischer Lernort“ ist ein Teilprojekt des Gesamtvorhabens. Damit werde ein Grundstein für ein lebendiges Zentrum in der Samtgemeinde gesetzt. In diesem Baustein soll, so heißt es einer Pressemitteilung des Amts für regionale Landesentwicklung Leine-Weser, der Museumsdruckerei ein neues zu Hause gegeben werden und ein innovativer Lernort für historische und moderne Druckkunst entstehen.

Mit dem Vorhaben solle Kunst, Kultur und Technik zusammengedacht und zusammengebracht werden und damit ein Kompetenzzentrum für Jung und Alt entstehen. Das Angebot vermittele sowohl historische Drucktechniken als auch moderne Drucktechniken wie Offset- und 3D-Druck. Ziel sei es, die Druckerei als außerschulischen Lernort zu etablieren, beabsichtigt die Samtgemeinde.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter

www.arl-lw.niedersachsen.de

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