Zuchtwart vergibt nur ein Mal die Beurteilung „sehr gut“

Züchter präsentieren Kingtauben in Wechold

Sie sind zufrieden mit dem Verlauf der Veranstaltung in Wechold (von links): Werner Radeke (GVZ), Harald Wels (Zuchtwart) und Björn Pessel (Bezirksvorsitzender). Foto: Uwe Campe

Wechold – Aus ganz Norddeutschland fanden sich am Sonntag Züchter von Kingtauben des Bezirks vier (Niedersachsen und Schleswig-Holstein) in Wechold ein, um dort ihre diesjährige Jungtierbesprechung abzuhalten. Das Treffen, welches der Geflügelzuchtverein Hoya (GZV) organisiert hatte, fand auf dem Gelände des Heimathauses statt, dessen im vergangenen Jahr errichtete Remise sich als ideale Ausstellungsräumlichkeit erwies. Begünstigt durch das schöne Spätsommerwetter konnte die Veranstaltung weitgehend im Freien durchgeführt werden.

Kingtauben sind im 19. Jahrhundert in den USA aus verschiedenen anderen Taubenarten hervorgegangen und sollen einen massigen, an einen Regentropfen erinnernden Gesamteindruck vermitteln. Sie werden inzwischen in 51 unterschiedlichen Farbschlägen gezüchtet und gehandelt, wobei sich der Preis für ein gutes Tier durchaus schon mal im unteren vierstelligen Euro-Bereich bewegen kann. GVZ-Vorsitzender Werner Radeke aus Hoya, selbst ein passionierter und erfolgreicher Züchter dieser kräftigen, fast an Hühner erinnernden Taubenart, konnte 16 Kollegen begrüßen, die sich mit insgesamt 86 Tieren den strengen und kritischen Beurteilungen von Zuchtwart Harald Wels stellten.

Insgesamt waren acht Farbschläge zu sehen, die von weiß über braun, rot, blau bis hin zu schwarz reichten. Die für das begehrte Diplom erforderliche, an eine Reihe unterschiedlicher Kriterien gebundene Mindestpunktzahl von 95 Punkten (sehr gut) auf der bis 97 Punkte reichenden Skala, wurde nur einmal für ein Tier der weißen Rasse vergeben. Hingegen konnten vier Züchter sogar 96 Punkte (hervorragend) mit ihren Tieren erzielen, unter ihnen auch Werner Radeke, der jeweils für ein braunes und ein braunfahles Weibchen Diplome erhielt. Darüber hinaus waren aber auch viele weitere der vorgestellten Tauben in einer guten Verfassung und bewegten sich nur knapp unterhalb der 95-Punkte-Grenze. Wie Radeke verriet, werden Bewertungen von mehr als 96 Punkten während Besprechungen wie der jetzigen vermieden, um bei den im weiteren Jahresverlauf folgenden großen Ausstellungen, auf denen man sich regelmäßig einer starken Konkurrenz gegenüber sieht, noch „Luft nach oben“ zu haben. Die Veranstalter und Züchter zogen eine positive Bilanz und zeigten sich mit dem gezeigten Niveau zufrieden und fanden darüber hinaus Lob für Organisation und Lokalität.  uc

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