Richtfest für Anbau

Zimmerleute setzen dem DGH in Hoyerhagen die Krone auf

Prost! Die drei Zimmerleute Ilias Lioras, Klaus-Dieter Schuhmacher und Uwe Meyer (von links) brachten den Richtkranz an und tranken aufs Wohl des Gebäudes. - Foto: Michael Wendt

Hoyerhagen - Von Michael Wendt. Die Mauern stehen, der Dachstuhl ist gerichtet: Der Anbau des Dorfgemeinschaftshauses (DGH) am Sportplatz in Hoyerhagen nimmt Form an. Mittlerweile können sich auch Laien ohne tiefere Kenntnisse in Grundriss-Zeichnungen vorstellen, wie er einmal aussehen wird.

Am Donnerstag feierte die Gemeinde als Bauherrin ein Richtfest im kleinen Kreis. Geladen waren außer den Handwerkern und der Architektin Renate Schumacher (Bücken) die Mitglieder des Gemeinderats sowie Vertreter der Hoyerhäger Vereine, die das DGH nutzen.

Uwe Meyer von der Zimmerei Karlheinz Meyer aus Engeln sprach den Richtspruch. Er bat Gott, das Haus vor Schaden zu bewahren und zerschlug als Glückbringer eine Flasche Schnaps. „Der Bau ist gerichtet und aufgestellt, auf dass er jedem wohlgefällt“, reimte er und fragte Henning Thorns, ob er denn wirklich gefällt. „Ja, sehr schön!“, gab Hoyerhagens Bürgermeister als Antwort zurück.

Die voraussichtlichen Kosten für die Erweiterung des bestehenden Dorfgemeinschaftshauses belaufen sich auf 850.000 Euro. Die Gemeinde erhält 448.000 Euro Zuschuss aus Mitteln des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (Ehler). Den Rest zahlt sie aus Eigenmitteln.

Durch den Anbau verdoppelt sich die DGH-Größe ungefähr. Teilweise steht er an der Stelle des zuvor abgerissenen, maroden Umkleidekabinen-Trakts. Ziel ist es laut Auskunft von Bauamtsleiter Rolf Walnsch, den Anbau im Frühjahr 2017 fertigzustellen. Derzeit liegen die Arbeiten im Zeitplan

„Zum Glück hat sich der Rat für einen Neubau entschieden“, sagte Martin Homfeld, der Vorsitzende des SV Hoyerhagen im Gespräch mit unserer Zeitung. „Beim Abriss hat man ja gesehen, wie marode der Kabinentrakt war.“

Außerdem entsprach das bisherige DGH nicht in allen Belangen den Bedürfnissen der Vereine. Der Anbau soll später vier Umkleidekabinen mit Duschen bieten, zwei Schiedsrichterkabinen, zwei Toilettenanlagen, einen rund 65 Quadratmeter großen Aufenthaltsraum sowie drei Abstellräume, einen Müllraum und ein Büro. „Dann ist das DGH doppelt so groß wie vorher. Das war auch notwendig“, sagte Martin Homfeld.

Nach den Arbeiten am Dach und am Rohmauerwerk geht es unter anderem mit dem Einsetzen der Fenster und dem Mauern des Verblenders weiter.

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