Erste (teil-)öffentliche Ratssitzung während der Coronakrise / Freibadsanierung geplant

Das Ziel: Attraktivität der Stadt fördern

In die Jahre gekommen: Die Samtgemeinde hofft, die Kosten für die Freibadsanierung mit einer Förderung durch das Land zusätzlich stemmen zu können. Foto: Samtgemeinde

Hoya - Von Rebecca Göllner-Martin. Es war die erste offizielle Sitzung nach einer langen coronabedingten Pause. Der Rat der Stadt Hoya tagte am Montagabend allerdings nicht wie gewohnt im Rathaus am Schlossplatz, sondern im Kulturzentrum Martinskirche. Die Räumlichkeiten dort machten es den Mitgliedern des Gremiums möglich, die Abstandsregeln einzuhalten.

„Die Arbeit wäre schon jetzt ein stückweit einfacher“, erklärte Samtgemeindebürgermeister Detlef Meyer und nahm damit Bezug auf die Einführung digitaler Endgeräte für die Ratsarbeit. 

Zukünftig ist angedacht, papierlos zu agieren. Heide Wirtz-Naujoks (SPD) schilderte, dass die Vorteile einer digitalen Ratsarbeit überwiegen würden, auch wenn es für einige Mitglieder des Gremiums sicherlich auch eine Herausforderung darstellte. 

Heike Krüger vom Bürgerforum freute sich, dass dieser Beschluss nun endlich Realität wird. „Wir haben schon vor zehn Jahren darüber im Rat gesprochen“, meinte sie. Einstimmig votierten die Mitglieder für die Anschaffung von Endgeräten für je 350 Euro. Diese sind kompatibel mit dem im November letzten Jahres eingeführten Ratsinformationssystem Allris.

Spielhallen unerwünscht

Da in der Vergangenheit vermehrt Bauanträge für die Errichtung von Spielhallen bei der Stadt Hoya eingegangen seien, hat das Gremium diverse Bebauungspläne dahingehend geändert, dass diese Vergnügungsstätten in Teilbereichen der Grafenstadt nicht zulässig sind.

Darunter fallen der zentrale Versorgungsbereich, der im Einzelhandelskonzept der Stadt Hoya definiert ist, sowie sensible Bereiche um öffentliche Schulen. Des Weiteren hat das Gremium per Sammeländerung für die Bebauungspläne „Wohngebiet Hoya-Nord“ und „Am Rathaus“ beschlossen, dass auch dort Vergnügungsstätten ausgeschlossen sind. 

Die Unterlagen aller Änderungen liegen nun einen Monat öffentlich im Rathaus Hoya aus. Die Träger öffentlicher Belange haben nun die Möglichkeit, Stellung zu nehmen.

Förderprogramm wird fortgeschrieben

Ohne Gegenstimme fasste der Hoyaer Stadtrat den Beschluss, die Städtebauförderung Hoya/Eystrup „Kleine Städte und Gemeinden“ fortzuschreiben. Das Land würde, so erklärte Detlef Meyer, derzeit die Städtebauförderung neu strukturieren und neu ordnen. Ein wichtiger Aspekt sei zukünftig das Thema Klimaschutz

Im Rahmen dieser Entwicklungen werde das Förderprogramm „Kleine Städte und Gemeinden“ in das Förderprogramm „Lebendige Zentren“ überführt.

Die Samtgemeinde möchte in die Programmanmeldung zwei Projekte aufnehmen. Zum einen die Wärmedämmung im Dachbereich des Güterschuppens in Eystrup und zum anderen die Sanierung des Hoyaer Freibades

„Bisher sagt das Land zwar, dass die Maßnahmen am Freibad nicht förderfähig sind, aber ein Versuch macht klug“, schilderte Meyer. Die Samtgemeinde sei nicht die einzige Kommune, die sanierungsbedürftige Freibadanlagen habe. Und auch wenn die Zuständigkeit bei der Samtgemeinde als Trägerin des Freizeitbades liege, so soll die Abwicklung im Rahmen des Förderprogramms über die Stadt Hoya laufen.

Eine Sanierung des Freibads würde die Attraktivität der Grafenstadt steigern, waren sich die Ratsmitglieder einig. Der Einzugsbereich erstrecke sich weit über die Grenzen Hoyas hinaus, erklärte Bürgermeisterin Anne Sophie Wasner.

Geplant ist unter anderem die Sanierung des Schwimmerbeckens. Zudem soll das Freibad Nichtschwimmer und Kinder an das Element Wasser heranführen. 

Verschiedene Attraktionen wie eine Schaukelbucht, ein Geysir und eine Röhrenrutsche sind ebenso vorgesehen, wie Entspannungsbereiche mit Unterwassermassagedüsen und Schwallbrausen. Der Beckenumgang soll barfußtauglich gepflastert werden. Barrierefreiheit sowie Energieeffizienz sind weitere Bausteine des Maßnahmenkatalogs.

Ratsfrau Heide Wirtz-Naujoks hofft auf eine Förderfähigkeit, für sie könnte das Freibad ein neues „Leuchtturm-Projekt“ für die Region werden.

Termin

Das Freibad Hoya öffnet voraussichtlich am 2. Juni. Das teilte Verwaltungsmitarbeiterin Britta Grohs auf Nachfrage mit. 

Bis dahin möchte die Samtgemeinde als Trägerin alle coronabedingten Maßnahmen regeln.

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