VGH führen neues Infosystem ein

Echtzeit-Service: Zeigt mir, wo der Bus bleibt

Toni Gebauer am neuen Bordcomputer in einem VGH-Bus. Mit seinem Kollegen Andreas Schröder hat er die Einführung des neuen Systems vorbereitet. Nach einer zweimonatigen Testphase ging es nun in Betrieb – vorerst in 11 der rund 40 VGH-Busse. - Foto: Michael Wendt

Hoya - Von Michael Wendt. Ich bin spät dran – lohnt es sich noch, zur Bushaltestelle zu sprinten? Oh nein, eine Baustelle, der Bus kommt nicht voran! Erreiche ich noch meinen Zug? Diese und viele andere Fragen zu beantworten, hilft der neue Echtzeit-Service in ausgewählten Bussen der Verkehrsbetriebe Grafschaft Hoya (VGH). Mittels eines GPS-Geräts melden die Fahrzeuge ihren aktuellen Standort, und mithilfe einer Handy-App können die Fahrgäste sehen, wie der Bus im Zeitplan liegt. Geschäftsführer Uwe Roggatz sieht darin einen Meilenstein zur Qualitätsverbesserung im öffentlichen Personennahverkehr.

Nun ist es für Kunden sicherlich sehr interessant zu erfahren, wo sich ein Bus gerade befindet und ob er sich verspätet. Richtig mächtig ist der Echtzeit-Service aber erst in der Verknüpfung mit den Fahrplan- und Positionsdaten aller anderen öffentlichen Verkehrsmittel. So können Fahrten bestmöglich geplant und den Gegebenheiten angepasst werden. Deshalb sind der Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen (VBN) und der Zweckverband Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen (ZVBN) Partner der VGH. Die füttert mit ihren Daten das „rechnergestützte Betriebsleitsystem“ des VBN. Darein fließen auch die Daten anderer Verbände sowie der Bahn, daraus bedienen sich wiederum andere Verbände.

Den Echtzeit-Service bieten die VGH derzeit auf ihrer „Premiumlinie“ an, wie Uwe Roggatz den Schnellbus 150 von Hoya über Bruchhausen-Vilsen, Syke, Weyhe und Brinkum nach Bremen nennt. Premium unter anderem wegen des Stundentakts zu bestimmten Tageszeiten und wegen des Einsatzes komfortabler Busse. Auch die Fahrzeuge der Linie 153 von Bruchhausen-Vilsen nach Syke sind mit dem nötigen Bordcomputer ausgerüstet. Alle anderen Busse sollen später ebenfalls einen bekommen.

Die neuen Bordcomputer mit GPS-Modul bieten auch den Busfahrern einen erhöhten Komfort. Sie zeigen den Fahrgästen die nächste Haltestelle nun automatisch an, sie blenden dem Fahrer die geplanten Abfahrtzeiten an den Haltestellen ein, und er erfährt, wie lange er an einem Bahnhof auf einen ankommenden Zug warten muss. Denn auch die Züge in Niedersachsen senden mittlerweile ihre Position in Echtzeit.

Smartphone-App für vollen Komfort nötig

Damit Kunden den Service optimal nutzen können, brauchen sie ein Android-, Apple- oder Windows-Smartphone. Denn Fahrzeit-Infobildschirme wie man sie von Bahnhöfen, Straßen- und U-Bahn-Haltestellen kennt, finden sich regional derzeit nur in den Bahnhöfen Bassum und Syke sowie an den Busbahnhöfen Brinkum und Bremen. Und aufgrund ihres hohen Preises von mehreren zehntausend Euro pro Exemplar werden kleinere Bushaltestellen damit auch nicht ausgestattet, erklärt Tim Semmelhaack vom ZVBN.

Aber es gibt ja die kostenlose VBN-App fürs Smartphone. Die bietet weit mehr als die Anzeige der aktuellen Buspositionen und -verspätungen: Sie kann als Reiseplaner, digitale Fahrkarte, Preisauskunft und für die Navigation zur nächsten Bushaltestelle genutzt werden. Und sie ermöglicht, sich größere Verspätungen melden zu lassen – damit man vorab weiß, wann man nicht zur Bushaltestelle sprinten muss, obwohl man spät dran ist.

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