Messe „Lebe deine Ausbildung“

Wohin geht die berufliche Reise?

An den Tischen führen die Unternehmen mit den Schülern Einzelgespräche. Fotos: Christel Niemann
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An den Tischen führen die Unternehmen mit den Schülern Einzelgespräche.

Hoya - „Was willst du später werden, wenn du groß bist?“ Diese Frage bekommen bis heute Heranwachsende gestellt. Sie machen sich spätestens dann Gedanken, wenn der Schulabschluss naht. Wer von den Jugendlichen jedoch noch nicht so recht weiß, wohin die berufliche Reise einmal gehen soll, der bekam gestern beim Besuch der regionalen Ausbildungsmesse „Lebe deine Ausbildung“ im Hoyaer Schulzentrum Anregungen mit auf den Weg und etliche Möglichkeiten zur beruflichen Orientierung aufgezeigt.

An teils aufwendig gestalteten Ständen informierten Auszubildende, Ausbilder und Personalverantwortliche von acht regionalen Unternehmen aus erster Hand über betriebliche und schulische Ausbildungen in rund 30 Berufen. Und so mancher der jungen Besucher geriet ins Staunen, als er sah, was die Firmen alles zu bieten haben. Im Gespräch mit Gleichaltrigen erfuhren die Jugendlichen, was von ihnen in der jeweiligen Ausbildung erwartet wird, welche Fähigkeiten gefragt sind und wie die künftigen Perspektiven in diesen Berufen einzuschätzen sind.

Aus diesem Grund waren auch Aylin Civelek und Laura Mohmeyer in die Oberschule gekommen. Für die 15-jährigen Neuntklässlerinnen steht fest, dass sie keinen Bürojob erlernen wollen. Aylin etwa hat eine Bäckerlehre ins Auge gefasst, während ihre Klassenkameradin die Altenpflege favorisiert. „Ich habe in der Altenpflegeeinrichtung, in der meine Mutter arbeitet, schon ein Tagespraktikum gemacht, was mir gut gefallen hat“, erzählte das Mädchen. Es sei kein Geheimnis, dass die Pflege keine leichte Arbeit sei. „Man muss wissen, was auf einen zukommt“, sagte Elisabeth Holthus, Pflegedienstleiterin beim DRK-Altenzentrum in Hoya. Sie hoffe, dass sich die Nachfrage und die Ausbildungssituation in den Pflegeberufen durch die inzwischen zum Positiven veränderten Ausbildungsvoraussetzungen in Zukunft verbessern werden. „Man hat leider viel zu spät reagiert, daher der aktuelle Notstand“, meinte sie. Alleine in den Häusern ihrer Pflegeeinrichtung seien zum kommenden Ausbildungsjahr vier Stellen zu besetzen.

Schon im Eingangsbereich der Messe herrscht Trubel, dort erhalten die Jugendlichen Informationsmappen.

Die Schüler Jan-Dirk Wicke-Haaß und Justus Riemschneider richteten ihr Interesse unter anderem auf den Bereich des Rettungswesens und erkundigten sich am Infostand des DRK Nienburg. Dazu gehörte auch ein Blick in den Rettungswagen, wo ihnen Rettungsassistent Mats Meyer die medizinischen Gerätschaften im Fahrzeug erläuterte und von seinen täglichen Aufgaben berichtete. „Das klingt spannend“, fanden die Jungen.

Auch für Interessierte an dualen Angeboten bot „Lebe deine Ausbildung“ eine ganze Menge, und gleich mehrere Betriebe stellten ihre Angebote vor. Darüber hinaus gab es unter der Federführung von Martina Dillmann von der Hoyaer Firma „mf medienservice“, welche für die Organisation der Messe verantwortlich zeichnete, in Gesprächen allerlei Wissenswertes über die Auswahlkriterien von Bewerbern und für die Erstellung einer Bewerbermappe.

Dillmann betonte, dass die Zeit, sich für einen Ausbildungsplatz zu bewerben, noch nie besser als heute gewesen sei. Daher habe ihr Medienunternehmen für jeden der rund 250 potenziellen Azubis eine Mappe zusammengestellt, die unter anderem auf regionale freie Lehrstellen für das kommende Ausbildungsjahr hinweist.

Weitere Informationen gibt es online unter

www.lebe-deine-ausbildung.de

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