Corona in Hoya

Wirtschaftsförderer York Schmelter über Corona-Auswirkungen und Unternehmensbefragung

Leere Straßen in der Innenstadt: Durch die Corona-Pandemie wirkt Hoya wie leer gefegt – noch leerer als ohnehin schon.
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Leere Straßen in der Innenstadt: Durch die Corona-Pandemie wirkt Hoya wie leer gefegt – noch leerer als ohnehin schon.

Hoya – Für Hoyas Wirtschaftsförderer York Schmelter gibt es seit Ausbruch des Coronavirus nicht nur wirtschaftliche Verlierer, sondern durchaus auch Profiteure der Pandemie. „Das ist allerdings meine subjektive Einschätzung“, ergänzt er im Gespräch mit der Kreiszeitung. Dieses Bild habe er sich aus Gesprächen mit Firmen und Unternehmen gebildet. Genauere Aussagen in Bezug auf Corona-Auswirkungen auf die Hoyaer Wirtschaft könne und wolle er erst Ende Januar treffen, wenn die seit Anfang Dezember laufende quantitative und qualitative Unternehmensbefragung abgeschlossen ist.

Zu den Verlierern der Krise zählen laut York Schmelter ganz klar der Einzelhandel und die Gastronomie. Der erste und auch der zweite Lockdown sorgten für ausbleibende Kundschaft und damit einhergehende Umsatzeinbrüche. Die Gewinner der Krise – wenn man sie überhaupt so bezeichnen will – seien die Fahrradproduktion und der Fahrradhandel. „Da hat sich ein großer Markt entwickelt“, erklärt Wirtschaftsförderer York Schmelter. Auch Wohnmobile seien besonders im Jahr 2020 im Kommen gewesen, weil viele andere touristische Angebote mindestens eingeschränkt, wenn nicht sogar untersagt waren. Auch das Bauhandwerk zählt York Schmelter zu den Gewinnern: „Das geht auch trotz Corona ganz normal weiter.“

Weiter ins Detail geht der Wirtschaftsförderer derzeit aber nicht. „Ich tue mich schwer mit einer Stellungnahme zum Virus zum jetzigen Zeitpunkt.“ Er wolle das Ergebnis der Unternehmensbefragung abwarten, die noch bis zum Ende dieses Jahres läuft und vom Marktforschungsinstitut LQM mit Sitz in Mainz durchgeführt wird. Das Ziel: die aktuelle Lage der möglichst aller örtlichen Unternehmen ermitteln. „Wir wollen alle ins Boot holen und nicht nur eine einzige Branche“, meint York Schmelter. Dabei umfasst die schwerpunktartige Umfrage die drei Themenbereiche „Auswirkungen der Corona-Pandemie“, „Bestandsdatenabfrage“ sowie „Nachhaltigkeit und Umweltschutz“.

Mit dem bisherigen Rücklauf der Befragung sei er durchaus zufrieden: „Mehr als 80 Unternehmen haben bisher teilgenommen. Das sind etwa 32 Prozent aller Firmen, die wir angesprochen haben.“ Weitere Unternehmen können noch bis Ende des Jahres über die Webseite der Samtgemeinde Grafschaft Hoya an der Befragung teilnehmen.

Darüber hinaus habe das Marktforschungsinstitut sogenannte qualitative Interviews mit den 13 mitarbeiterstärksten Betrieben in der Samtgemeinde geführt. „Dabei waren die Fragen offener. Die Geschäftsführer konnten also spezifischer und detaillierter antworten“, erklärt York Schmelter den Unterschied zu der quantitativen Befragung.

Der Wirtschaftsförderer sagt über mögliche Rückschlüsse aus der Unternehmensbefragung: „Das ist zunächst erst einmal ein Wunschkonzert.“ Ob beispielsweise ein Betrieb, der den Wunsch nach Vergrößerung geäußert hat, auch erweitert werden kann, müsse dann in einem nächsten Schritt geklärt werden, wenn die Ergebnisse des LQM-Institutes Ende Januar vorliegen.

Von Jannick Ripking

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