Laufende Dorferneuerung

Schweringer Politik diskutiert: Wird Dorfstraße noch saniert?

Schweringen - Von Rebecca Göllner. Das Thema Finanzen bestimmte die jüngste Sitzung des Rates der Gemeinde Schweringen am Montagabend. Das Gremium sprach zum einen über den Jahresabschluss 2017 und zum anderen über den aktuellen Stand der Dorferneuerung. Letztere läuft im Jahr 2020 aus.

Über den Haushalt der Gemeinde klärte Samtgemeindemitarbeiterin Ute Hennig auf. „Der Haushaltsplan für 2017 hat einen Überschuss von 39 400 Euro im ordentlichen Haushalt und 30 000 Euro im außerordentlichen Haushalt aufgewiesen“, sagte Hennig. Im ordentlichen Ergebnis wurde ein Fehlbetrag von gut 40 000 Euro erzielt, Grund dafür sei im Wesentlichen die Bildung einer Rückstellung für den Finanzausgleich.

Das außerordentliche Ergebnis beläuft sich auf 5200 Euro, „das sind rund weniger 25 000 Euro als geplant“, schilderte die Verwaltungsmitarbeiterin. Durch die in den Vorjahren gebildeten Rücklagen kann der Haushalt dennoch gedeckt werden.

Die Liquidität der Gemeinde Schweringen bezifferte sich zum Jahresende auf rund 338 000 Euro und hat sich laut Hennig damit im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessert. Haushaltsreste konnten in Höhe von 8000 Euro gebildet werden.

Kredite und Verbindlichkeiten sinken

Kredite und Verbindlichkeiten für Investitionen, unter anderem für den Bau der neuen Sporthalle, belaufen sich noch auf 360 260 Euro und sind damit in 2017 um 16 000 Euro gesunken.

Zusammenfassend bescheinigte Hennig der Gemeinde eine verbesserte finanzielle Ausstattung. Die Gewerbesteuern hätten sich stabilisiert und der Fehlbetrag könne gedeckt werden. Zudem würde die Auflösung der Rückstellung in 2018 zu einer deutlichen Ergebnisverbesserung führen.

Neben dem Haushalt war die Dorferneuerung bestimmendes Thema der Ratssitzung. Diese läuft noch gut zweieinhalb Jahre. Bauamtsleiter Rolf Walnsch und Samtgemeindebürgermeister Detlef Meyer appellierten, Anträge jetzt auf den Weg zu bringen, um gerade größere Maßnahmen noch rechtzeitig durchführen zu können. „Die Anträge müssen bis zum 15. September beim Amt für regionale Landesentwicklung in Sulingen eingegangen sein“, so Meyer.

Laut Walnsch seien laut Beginn der Dorferneuerung im Jahr 2009 viele öffentliche und private Maßnahmen erfolgreich über die Bühne gegangen. Er erinnerte an den Neubau der Sporthalle, die Sanierung der Alten Schule in Holtrup sowie an diverse Straßenausbauten.

Zuschüsse nutzen

Insgesamt wurden laut Bauamtleiter bei einem Investitionsvolumen von rund 2,7 Millionen Euro bisher Zuschüsse in Höhe von etwa 480.000 Euro ausgezahlt.

Diese finanzielle Spritze sollten die Schweringer nun noch nutzen, um weitere Maßnahmen zu planen, „beispielsweise die Sanierung der Dorfstraße“, meinte Rolf Walnsch. Die Regenwasserkanäle seien dort stark abgängig und es sei nur eine Frage der Zeit, dass diese ohnehin erneuert werden müssten. Zudem sei die Dorfstraße für jeden Dorfbesucher präsent. „Auch der Weserradweg führt mitten durch den Ort“, erläuterte der Bauamtsleiter. Da die Gemeinde sich finanziell auf einem guten Weg befinde, spreche aus seiner Sicht nichts gegen die Sanierung der Dorfstraße.

„Wir geben nicht auf“, sagte auch Samtgemeindebürgermeister Meyer. Vor einiger Zeit sei die Erneuerung der Straße schon einmal thematisiert worden. Aufgrund der hohen Kosten habe sich der Schweringer Rat aber dagegen ausgesprochen. Vorteil sei zudem, dass die Pläne für die Sanierung bereits fertig im Schreibtisch liegen und rechtzeitig zum Stichtag im September abgegeben werden könnten.

Elisabeth Kurowski (CDU) sprach sich zunächst gegen die Sanierung aus. „Ich bin nach dem Ausbau der Twachte ein gebranntes Kind“, sagte sie. Dort sei schließlich nicht alles glatt gelaufen. Letztlich bat aber das Gremium um Bedenkzeit, im August soll im Rahmen einer weiteren Sitzung über eine mögliche Sanierung entschieden werden.

Rubriklistenbild: © kom

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