„Camel Driver“ und „Craang“ begeistern das Publikum in der „Peitsche“

„Wir touren durch die Gegend, um bekannter zu werden“

„Camel Driver“ rockte die „Peitsche“. - Fotos: Marion Thiermann

wechold - Stoner Rock zur Kaffeezeit präsentierten die Bands „Camel Driver“ aus Kiel und „Craang“ aus dem griechischen Thessaloniki am Sonntag im Gasthaus „Peitsche“ in Wechold. Die beiden Trios befinden sich derzeit auf einer gemeinsamen 16-tägigen Tour durch Deutschland, Belgien und die Niederlande. Zu ihren Auftrittsorten gehören Städte wie Berlin, Köln, Hamburg, das belgische Leuven sowie Hengelo in den Niederlanden.

Zwischen Hildesheim und Faßberg bei Munster spielten die zwei Gruppen auch in der Gemeinde Hilgermissen – ein Highlight für alle Anwesenden. Die Musiker verstanden es, ihre Gäste mit lautstarkem und bassgewaltigem, hauptsächlich instrumentalem Stoner Rock zu begeistern, der an die Musik der 70er-Jahre angelehnt war.

Zu „Camel Driver“ gehören die Mitglieder Christoph (Bass), Lutz (Gitarre) und Alex (Schlagzeug). Sie bezeichnen ihren Musikstil als „Wüstenrock“ mit Metaleinflüssen und etwas orientalischem Jazz. Einen noch härteren Stil legte die griechische Band „Craang“ um Manos (Gitarre/Gesang), Nick (Schlagzeug) und Theano (Bass) hin. Sie spielte in der „Peitsche“ eine Mischung aus Rock, Jam, Tropicalia und Elevator-Musik.

Das Hutkonzert hatte Jeanette Atherton von der Agentur „Jump-I“ aus Verden organisiert.

Dennis Oelze, Schlagzeuger der Kieler Band „Bone Man“, begleitet „Camel Driver“ und „Craang“ auf ihrer Tour. Die Gruppen sind, genau wie die Hilgermisser Band „Absence of Malice“, beim Hamburger Label „Pink Tank Records“ unter Vertrag.

„Die Bands vom Label helfen sich gegenseitig, sich Buchungen und Auftrittsorte zuzuspielen. So kam auch der Auftritt in Wechold zustande“, erklärte Oelze. Er hatte ein Bandmitglied von „Absence of Malice“ angesprochen, weil „Camel Driver“ und „Craang“ noch ein Auftrittsort im Rahmen der Tour fehlte. Das „Absence of Malice“-Mitglied stellte dann den Kontakt zu der Agentur „Jump-I“ her, die alles Weitere organisierte.

„Wir haben bei den meisten Konzerten etwa 30 bis 40 Gäste. Wir sind relativ unbekannt und touren durch die Gegend, um bekannter zu werden. Das ist nicht vergleichbar mit Konzerten von bekannten Bands mit hunderten von Besuchern“, sagte Dennis Oelze. Ein Highlight war das Stoner-Rock-Konzert nicht nur für die Besucher, sondern auch für die Musiker, die sonst hauptsächlich in Underground-Clubs spielen. Sie waren von der Location in Wechold begeistert. „Das hat schon fast etwas von Festival-Feeling“, sagte ein Mitglied von „Camel Driver“.

Die Gruppen spielten zwar in der Kneipe, doch viele Gäste und auch die Musiker, die gerade nicht auf der Bühne standen, saßen in der Sonne im angrenzenden Biergarten und verpassten durch die offene Tür nichts.

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