Für den Wintereinbruch gewappnet

Der Winter kann kommen: Stadt Hoya ist auf Schnee und Eisglätte vorbereitet

Schneemassen auf den Straßen: Im Winter 2021 musste regelmäßig geräumt werden. archiv
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Schneemassen auf den Straßen: Im Winter 2021 musste regelmäßig geräumt werden. Archivfoto

Hoya – Ob Hoya auch in diesem Winter wieder von Schneemassen überrollt wird, ist noch nicht abzusehen. Auf einen plötzlichen Wintereinbruch sind die Verantwortlichen aber vorbereitet.

Ob die Stadt Hoya auch in diesem Winter wieder von Schneemassen überrollt wird, ist noch nicht abzusehen. Immerhin sind die Temperaturen aktuell relativ mild. Doch im Vorjahr war die Grafenstadt Anfang Februar von einer dicken weißen Schicht überzogen. Ohne die Straßen zu räumen, wäre der Verkehr wohl reichlich ins Stocken gekommen. Um solche Situationen zu vermeiden, sind die Verantwortlichen auch 2022 auf einen plötzlichen Wintereinbruch mit Schnee und Eisglätte vorbereitet.

Weil die Weserbrücke in Hoya von unten her offen und daher kälter ist als zum Beispiel eine Straße, ist die Glättegefahr im Winter dort erheblich größer, weiß Jürgen Köneking und weist ausdrücklich auf die dadurch bedingte Rutschgefahr für alle Verkehrsteilnehmer hin. Der Leiter des Fachdienstes Liegenschaftsmanagement ist unter anderem für das Thema Winter- und Streudienst in der Stadt verantwortlich.

Die Vorbereitungen für die bei Schnee und Glätte erforderlichen Räum- und Streuarbeiten laufen laut Köneking bereits seit dem 1. Oktober. Dazu gehöre zunächst die technische Überprüfung der erforderlichen Maschinen wie dem sogenannten Kommunalschlepper – einem kleinen Trecker, der mit Schneeschild, Bürste und Streugerät ausgerüstet werden kann. „Außerdem wird der vorhandene Salzvorrat gesichtet und gegebenenfalls aufgestockt“, erklärt Köneking.

Weil die Menge des benötigten Streusalzes je nach Witterung stark variiere, sei die konkrete Menge des Bedarfs schwer zu beziffern: „Unsere Lagerkapazitäten betragen etwa 40 bis 50 Tonnen“, beschreibt er. Diese würden aufgefüllt und dann im Lauf der Wintermonate – in etwa bis Mitte März – nach Bedarf nachgekauft. Mit Lieferschwierigkeiten für Streusalz rechne der Fachmann trotz der Corona-Problematik auch in diesem Jahr nicht.

Abgeschlossen werden die jährlichen Vorbereitungen mit der Erstellung eines Dienstplans für die Mitarbeiter des Bauhofs mit Standorten in Hoya und Eystrup, die bei Bedarf schnell zur Stelle sein müssen. Wenn die Witterung es erfordert, würden die Verhältnisse auf Straßen und Wegen zwischen 4.30 und 5 Uhr morgens durch die Mitarbeiter des Bauhofs kontrolliert und bei Bedarf die entsprechenden Maßnahmen angeschoben.

Während die Straßenmeistereien für den überörtlichen Verkehr auf Landes- und Kreisstraßen zuständig sind, legen die Mitarbeiter des Bauhofs ihr Hauptaugenmerk auf die Räumung von Gehwegen, Überwegungen, Gefahrenschwerpunkten sowie vor allem von Schulwegen, welche wochentags möglichst noch vor 7 Uhr geräumt sein sollen.

Je nach Wichtigkeit eines Bereichs für den örtlichen Verkehr sind die Straßen Hoyas nach Kategorien eingeteilt, welche die Dringlichkeit des Handlungsbedarfs reglementiert. Ebenfalls reglementiert sind die Räum- und Streupflichten, welche den Hoyaer Bürgern selbst obliegen. Der Fachbereichsleiter Bürgerservice, Uwe Back, erklärt hierzu: „Wochentags zwischen 7.30 und 20 Uhr müssen die Gehwege von den Bürgern geräumt werden sowie am Wochenende zwischen 9 und 20 Uhr.“

Dabei sei der Einsatz von Streusalz nur in Ausnahmefällen – zum Beispiel bei Blitzeis – angezeigt, so der Fachmann, der alternativ den Einsatz von „abstumpfenden Mitteln“ aus dem Baumarkt empfiehlt. Auch das Streuen von Sand sei im Fall von Glätte grundsätzlich geeignet. Mit der Räumschaufel und dem Besen ließen sich Wege und Einfahrten gut von Hand vom Schnee befreien. Zusammenfassend kommentiert Back: „Das klappt in Hoya ganz gut.“

Und wo es nicht funktioniere, müsse das Ordnungsamt mithilfe von Bußgeldern „Überzeugungsarbeit“ leisten. Darauf solle man es aber nicht ankommen lassen – auch im Sinne der Passanten.

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