Vogelschutz

Windpark Hämelhausen soll Mitte 2022 in Betrieb gehen

Mehr als 160 Meter hoch sollen die drei Windräder in Eystrup und Hämelhausen sein.
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Mehr als 160 Meter hoch sollen die drei Windräder in Eystrup und Hämelhausen sein.

Grünes Licht für den Windpark Hämelhausen. Der Landkreis Nienburg hat der Errichtung von drei Windrädern – zwei im Bereich der Gemeinde Eystrup, eins im Bereich der Gemeinde Hämelhausen – zugestimmt. Nach Angaben von Söhnke Schierloh aus Süstedt, Geschäftsführer und zu 50 Prozent Anteilseigner der Antragstellerin „M+S Wind GmbH“, sollen die Anlagen bereits Mitte kommenden Jahres in Betrieb gehen.

Hämelhausen/Eystrup – Die Erlaubnis zum Bau und Betrieb der Anlagen ist an allerlei Bedingungen geknüpft. So dürfen bestimmte Dezibel-Grenzen am Tag und in der Nacht nicht überschritten werden. Zudem darf der Schattenwurf auf umliegende Wohngebäude insgesamt acht Stunden im Jahr und maximal 30 Minuten an einem Tag nicht überschreiten.

Schutz für Rotmilan, Mäusebussard und Baumfalke

Noch komplizierter klingen die Regeln zum Schutz bestimmter Tierarten. Um die Gefahr für Fledermäuse zu minimieren, müssen die Windräder in genau definierten Monaten, zu bestimmten Tages- und vor allem Nachtzeiten bei Temperaturen über zehn Grad stillstehen – sofern die Windgeschwindigkeit einen gewissen Wert unterschreitet.

Vergleichbare Regelungen gibt es für den Fall, dass im Bereich der Anlagen bestimmte Vogelarten brüten. Es geht um Rotmilan, Mäusebussard und Baumfalke. Um deren Nachwuchs nicht zu gefährden, heißt es für den Betreiber der Anlage in genau definierten Monaten, zu bestimmten Zeiten: Abschalten – sofern die Windgeschwindigkeit einen gewissen Wert unterschreitet. Sogar die Niederschlagsmenge kann eine Rolle spielen. Wieder andere Regelungen gibt es für die Zeit der Ernte, Mahd oder wendender Bodenbearbeitung der umliegenden Felder und Wiesen.

Windpark soll sich trotz der Einschränkungen rechnen

Für Söhnke Schierloh sind diese Auflagen nicht überraschend. „Das sind Dinge, die wir beantragt haben“, sagt er. Die „M+S Wind GmbH“ gehe vorweg, um Problemen aus dem Weg zu gehen. Erneuerbare Energien seien nicht nur ein Beitrag zum Klimaschutz, sondern auch zum Artenschutz. Laut Schierloh habe es auch keinerlei Einwendungen zu den Plänen der Naturschutzverbände gegeben.

Rechnen soll sich die Unternehmung aber natürlich auch. Schierloh sagt, bei der Abschätzung der Wirtschaftlichkeit sei er davon ausgegangen, dass die aufgrund der Auflagen möglichen Einschränkungen im Betrieb jedes Jahr eintreten. Einen Teil der entgangenen Einnahmen kann sich das Unternehmen zudem über das Gesetz für Erneuerbare Energien zurückholen.

Die Einhaltung der Auflagen soll im Übrigen voll automatisch erfolgen. Nach Angaben von Söhnke Schierloh werden sämtliche Vorgaben im Algorithmus der Anlagensteuerung hinterlegt. Sensoren messen die Windgeschwindigkeit und den Niederschlag.

Das Brutverhalten der Vögel kann die Software allerdings nicht erkennen. Dazu muss das Unternehmen regelmäßig einen Gutachter beauftragen.

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