Norbert Thoss möchte Interessengemeinschaft zur Verschönerung der Stadt gründen

Er will Hoya voranbringen

Norbert Thoss sucht Mitstreiter. - Foto: Michael Wendt

Hoya - Von Michael Wendt. „Wir brauchen keinen Wirtschaftsförderer, sondern einen Stadtentwickler“, sagt Norbert Thoss. Der Hoyaer Architekt ist enttäuscht darüber, dass zwar die Wirtschaft brummt, Hoya mehr Arbeitsplätze als Einwohner hat, aber im Ort einige Projekte nicht vorankommen. Die Stadt sei für Viele nicht attraktiv, oder ihre Attraktivität werde nicht wahrgenommen. Norbert Thoss möchte dabei helfen, dies zu ändern. Er will eine Interessengemeinschaft zur Verschönerung Hoyas gründen.

Zur Gründungsversammlung am Freitag, 9. September, ab 19 Uhr im Gasthaus „Lindenhof“ (Deichstraße 27) sind alle Interessierten eingeladen. Dem Architekten schwebt ein lockerer Zusammenschluss vor, kein eingetragener Verein. „Es sollen sich Leute treffen, die daran interessiert sind, die Attraktivität Hoyas zu verbessern und auch bereit sind, das ein oder andere dafür zu tun“, sagt Norbert Thoss und schiebt hinterher: „Ich bin überzeugt davon, dass ich selber schon eine ganze Menge in der Sache gemacht habe.“ Das hat er. Nur ist aus seinen Bemühungen bislang nichts Sichtbares erwachsen.

Anfang 2012 hat Norbert Thoss seine Ideen einer Aufwertung des Weserufers durch Aussichtsplattformen und ein Amphitheater der Verwaltung und Bürgermeisterin Anne Wasner vorgestellt, ein Jahr später dem Stadtrat. Die Kosten: „Geschätzte 260 000 Euro – ein Betrag, der für eine Stadt wie Hoya keine Rolle spielen sollte.“ Thoss wundert sich: Seine Ideen sind gelobt worden, auf Interesse gestoßen und in Ratssitzungen mehrfach erwähnt worden. Aber vier Jahre später sind noch nicht einmal Planungen für eine Umsetzung angeschoben.

2014 hat Norbert Thoss dann eine Nutzungsmöglichkeit für das Schloss erarbeitet – inklusive einer Kostenschätzung für die Sanierung und deren Finanzierung, Er hat sie der Verwaltung und der Bürgermeisterin übergeben sowie zwei Mitgliedern der Interessengemeinschaft Grafenschloss. Die Resonanz: „Ich habe keinerlei Reaktion bekommen“, sagt Thoss.

Ein anderes Beispiel, dass ihm unverständlich ist: „Im Bürgerpark sind vor ein paar Jahren einige Bäume gefällt und Büsche gerodet worden – und das war es bislang.“ Von der geplanten Umgestaltung findet sich ansonsten keine Spur. „Seit Jahren soll außerdem im Park ein Haus aufgebaut werden. Dann lese ich in der Zeitung, dass es keinen Abwasseranschluss erhalten wird!“ Da ist der Architekt sprachlos.

„Die Stadt fordert Vorschläge der Bürger ein und hört sie sich auch an. Teilweise befindet sie sie für gut und gibt sogar eine Zusage für die Durchführung. Aber zwischen Idee und Ausführung vergeht zu viel Zeit!“, kritisiert Thoss.

Deshalb soll die Interessengemeinschaft Überzeugungsarbeit bei Rat und Bevölkerung leisten und Projekte, auch kleinere als die genannten, begleiten. „Mir schwebt ein Beauftragter für jedes Projekt vor“, sagt Thoss, will aber nicht zu viel vorwegnehmen, denn er ist offen für andere Ideen. „Zur Gründungsversammlung dürfen Ratsmitglieder gerne dazukommen“, sagt der Hoyaer.

Der Artikel über die von Thoss vorgeschlagene Gestaltung des Weserufers ist auf kreiszeitung.de nachzulesen: http://goo.gl/nRrR9h (Direktlink zum Artikel)

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