INTERVIEW Der 58-Jährige verlässt die Samtgemeindeverwaltung und spricht über seine Pläne

Wilfried Imgarten sagt Tschüss

Wilfried Imgarten verlässt zum Ende dieses Monats die Verwaltung der Samtgemeinde. Foto: Rebecca Göllner-Martin

Samtgemeinde - Von Rebecca Göllner-Martin. Wilfried Imgarten ist einst vom Rat der Samtgemeinde Grafschaft Hoya einstimmig zum Ersten Samtgemeinderat und, damit verbunden, zum Allgemeinen Vertreter des Samtgemeindebürgermeisters gewählt worden. Nun, nach acht Jahren im Amt, hat der 58-Jährige beschlossen, einen Neuanfang zu wagen und die Samtgemeinde zu verlassen. Wir haben mit ihm über seine Beweggründe und Zukunftspläne gesprochen.

Herr Imgarten, wie kam es zu der Entscheidung, nicht weiter das Amt des Ersten Samtgemeinderats bekleiden zu wollen?

Ich bin damals für acht Jahre gewählt worden. Die Stelle war also ohnehin zeitlich befristet. Eine Verlängerung stand nicht zur Debatte.

Weshalb nicht?

Im Einvernehmen mit Samtgemeindebürgermeister Detlef Meyer ist diese Entscheidung gefallen. Wir hatten unterschiedliche Vorstellungen von meiner beruflichen Weiterentwicklung. Eine Wiederwahl hätte keinen Sinn gemacht. Außerdem ist jetzt der richtige Zeitpunkt, noch einmal etwas Neues zu machen. Mein bisheriger Aufgabenbereich ließe sich nicht mit meinen Vorstellungen darüber, was ich machen möchte, verbinden.

Welche Aufgabenbereiche hatten Sie konkret bei der Samtgemeinde inne?

Ich war zum einen Gemeindedirektor in Warpe und Hilgermissen. In der Verwaltung selbst war ich vor allem für den internen Betrieb und die innere Organisation sowie für die Personalentwicklung verantwortlich. Ein Aufgabengebiet war es zudem, die Informationstechnik auszubauen, das heißt unter anderem, den Bürgern mehr Leistungen über den digitalen Weg anbieten zu können. Auch habe ich mich den übergeordneten Fragen der Finanzwirtschaft beschäftigt.

Was hat Ihnen besonders viel Freude bereitet?

Insgesamt hat mir die Arbeit immer gut gefallen. Mir macht es Spaß, mit Menschen zu arbeiten. Das Miteinander in der Samtgemeindeverwaltung war immer sehr gut. Natürlich konnte es auch mal belastend sein, gerade wenn es um Personalangelegenheiten ging oder es mal kriselte. Auch die Straßennamen-Debatte in Hilgermissen war nicht immer einfach. Wichtig ist, den Humor nicht zu verlieren. Auch, wenn etwas mal nicht so rundläuft, wie man es sich vorgestellt hat. Manchmal brauchte es einen langen Atem. Das ging dann nicht spurlos an mir vorbei. In solchen Momenten heißt es dann, tief durchzuatmen, vielleicht auch einmal die Bürotür zu schließen und zur Ruhe zu kommen.

Können Sie schon sagen, welchen beruflichen Weg Sie künftig einschlagen möchten?

Nein, dazu möchte ich zu diesem Zeitpunkt noch nichts verraten. Es ist noch nicht endgültig entschieden.

Und privat, wie geht es dort nach ihrem letzten Arbeitstag weiter?

Ich werde vermutlich erst einmal eine Pause einlegen und etwas für meine Gesundheit tun. Ich kann mir auch vorstellen, einige Fortbildungsprogramme wahrzunehmen. In meiner Freizeit gehe ich gerne wandern, laufen oder Kanufahren. Insgesamt ist Sport in der Natur sehr entspannend. Es kommt zugleich auch ein wenig Wehmut auf, wenn ich an den Abschied von den Kollegen denke. Auch in den Gremien Tschüss zu sagen, fällt mir schwer. Zugleich freue ich mich die Dinge, die zu Hause liegen geblieben sind und die ich nun angehen kann.

Was passiert mit Ihrem bisherigen Posten?

Es wird eine Reorganisation im Rathaus geben. Britta Grohs übernimmt eine Vielzahl meiner Aufgaben. Eine Entscheidung über einen neuen Allgemeinen Vertreter des Bürgermeisters gibt es noch nicht. Ich denke, das wird erst passieren, wenn ich nicht mehr im Amt bin.

Wann genau ist Ihr letzter Arbeitstag?

Mein letzter aktiver Tag in der Samtgemeinde ist der 31. Januar. Bis dahin habe ich einige Vorgänge abzuarbeiten, aber es werden glücklicherweise langsam weniger. Mir ist es wichtig, meine Arbeit vernünftig zu übergeben.

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