„Wie am Mittelmeer“

Naturfreibad Eystrup rechnet mit Besucherrekord in 2018

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Kassenwart Hartmut Lühring, der technische Leiter Hartmut Bösche und Vorsitzender Wilhelm Paul (von links) freuen sich, dass das Freibad Eystrup so gut angenommen wird.

Eystrup - Von Rebecca Göllner. „Die Saison im Freibad Eystrup ist gut gestartet“, berichtet Wilhelm Paul, Vorsitzender des Schwimmvereins, freudestrahlend. Täglich sind es laut seiner Aussage etwa 200 bis 300 Besucher, an den Wochenenden noch wesentlich mehr.

Schade sei es daher gewesen, dass das Naturfreibad nicht schon im Mai seine Türen öffnen konnte. „Es hat auch niemand ahnen können, dass der Sommer schon so früh ausbricht“, meint Paul weiter. Allerdings hätte der Verein das Bad aus einem anderen Grund auch gar nicht eher öffnen können: „Wir haben keine Badeaufsicht gefunden“, sagte Paul.

In diesem Jahr sei es schwer gewesen, eine Fachkraft einzustellen. In den Vorjahren hätten sich Abiturienten etwas dazuverdient. Dass diese den Rettungsschwimmerschein hatten, sei laut Paul eine glückliche Fügung gewesen. Doch anders als beispielsweise bei städtischen Freibädern, könne der Schwimmverein Eystrup immer nur saisonal und befristet einstellen. Für viele potenzielle Bewerber sei das ein Grund, sich doch anderweitig zu orientieren.

Der naturbelassene Badesee reizt viele Besucher, etwa 200 bis 300 Personen kommen unter der Woche täglich zum Schwimmen.

Umso glücklicher sind die Vereinsmitglieder nun, dass mittlerweile drei Aufsichtskräfte für die Sicherheit im Naturfreibad sorgen. „Eine große Verantwortung“, wissen Wilhelm Paul und seine Vereinskollegen Dieter Lühring (Kassenwart) und Hartmut Bösche (technischer Leiter). Denn an den Wochenenden können schon einmal 500 bis 600 Gäste zum Schwimmen kommen. Deshalb arbeiten die Aufsichtskräfte von 10 bis 18 Uhr in Schichten – meistens zu zweit.

Doch nicht nur zum Baden kommen die Besucher ins Freibad Eystrup. „Viele kommen auch einfach nur, um sich hier in die Sonne zu legen“, weiß Hartmut Bösche. Das weiträumige, naturnahe Areal, die Spiellandschaft für Kinder sowie der Strand würden das Eystruper Bad von anderen Freibädern unterscheiden.

Außerdem haben die Besucher seit diesem Jahr die Möglichkeit, auf der neu angelegten Terrasse einfach nur eine Tasse Kaffee zu trinken. „Dann müssen sie auch keinen Eintritt zahlen“, erklärt der Vorsitzende Paul. Auch wenn die Eintrittspreise mit zwei Euro für Erwachsene und einem Euro für Kinder vergleichsweise sehr günstig seien.

Momentan zählt der Verein laut Paul, Lühring und Bösche etwa 200 zahlende Mitglieder beziehungsweise rund 450, wenn die Familienmitglieder mitgezählt werden. „Intensiv bringen sich davon etwa zehn bis 15 Personen in die Arbeit hier im Freibad ein“, berichtet Paul. Darunter sei Hartmut Bösche „die gute Seele des Freibads“. Er kümmere sich in erste Linie darum, dass alles gut und ohne Zwischenfälle läuft.

„Mir macht das unheimlichen Spaß“, sagt Bösche. Im Sommer brauche er keinen Fernseher, denn die meiste Zeit verbringe er im Naturfreibad. „Es ist hier wie am Mittelmeer“, schwärmt der Eystruper. Dass das auch die Badegäste so empfinden, bestätigen die aktuellen Besucherzahlen. „Wir rechnen in diesem Sommer mit rund 15 000 Gästen, das sind 6000 mehr als in 2017“, erklärt Vorsitzender Wilhelm Paul euphorisch.

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