Rundum gelungene Fahrradrallye mit mobiler Gewerbeschau

Wetter gut, Stimmung gut, alles gut

Der Pilot Heiko Huisinga mit seiner Tochter Stina kurz vor dem Start auf dem Flugplatz Holzbalge.

Schweringen - Von Marion Thiermann. Traditionell heißt es an Himmelfahrt „Grafschaft Hoya ist mobil“. So auch in diesem Jahr: Die Fahrradrallye mit mobiler Gewerbeschau ging gestern bei bestem Wetter in die 18. Runde.

Die 35 Kilometer lange Route führte durch den südwestlichen Teil der Samtgemeinde Hoya – mit einem Abstecher in die Samtgemeinde Marklohe. Bereits kurz nach dem Beginn um 9 Uhr scharrten sich zahlreiche Radfahrer am Startpunkt bei der Tischlerei Bormann in Schweringen. Viele waren mit dem Auto angereist, andere wiederum nahmen lange Anfahrten mit dem Rad in Kauf, zum Beispiel aus Wechold am anderen Ende der Samtgemeinde.

Zunächst bekamen die Teilnehmer einen Luftballon und einen Aufkleber für ihren Drahtesel als Erkennungszeichen. Außerdem wurden Bögen mit 13 Fragen zu den 13 Stationen ausgegeben: weiße für die Erwachsenen und blaue für die Kinder, um die Zettel bei der späteren Tombola besser unterscheiden zu können. Denn in diesem Jahr gab es erstmalig auch eine Ziehung speziell für die Kinder.

Nach einer Besichtigung der Produktionshallen der Tischlerei Bormann, die ihr Gelände nicht nur als Start-, sondern auch als Zielpunkt zur Verfügung stellte, ging es einmal über die Straße zur Firma Frerk Aggregatebau. Auch dort konnte man einen Blick in die Produktionshalle werfen, wo Stromerzeugungsanlagen gebaut werden. Für eine Stärkung für die folgende Etappe sorgte die Jugendfeuerwehr Hilgermissen mit belegten Broten, Bockwurst und Getränken.

Weiter ging es ein Stück an der Weser entlang nach Balge. Dort konnten die Frauen und Männer bei der „Kleinen Kaffeediele“ in der Sonne einen Kaffee genießen oder einen „Coffee to go“ für unterwegs mitnehmen. Des Weiteren sammelte Simone Ruhnau, Mitarbeiterin bei der Versicherung Concordia und Mitglied im gemeinnützigen Verein „Hafensänger & Puffmusiker“, mit einem Glücksrad Spenden für Felix und Adele, einen Jungen aus Wietzen und seinen Therapiehund. Felix’ Blut wird nicht zuverlässig mit Sauerstoff versorgt, Adele soll erkennen, wenn es ihm nicht gut geht.

Nebenan in der Kirche lud Kirchenmusik zum Verweilen ein

Am Flugplatz in Holzbalge staute sich das Teilnehmerfeld der Fahrradrallye, alle wollten die Flieger aus nächster Nähe starten und landen sehen. Auch dort gab es, wie an fast allen Stationen, ein WC, Getränke und Speisen.

Der Luft-Sport-Club (LSC) Nienburg bot Rundflüge an, bei denen man die Landschaft einmal aus der Vogelperspektive zu sehen bekam. „Wir sind mit den Teilnahmen an den Rundflügen ganz zufrieden“, sagte Peter Kolp vom LSC Nienburg, der in Holzbalge drei Charter-Maschinen und 35 Privatmaschinen beherbergt sowie einen Gyrocopter, einen Tragflügler mit Rotoren.

Die Teilnehmerinnen Anja Hopmann und Ines Mohrmann aus Wienbergen waren von der Radrallye begeistert: „Eine wunderschöne Tour. Toll, mal eine andere Gegend kennenzulernen, schön ein Stück an der Weser entlang zu fahren, und das bei so schönem Wetter.“

Nach Voltigiervorführungen und Ponyreiten bei der Reitgemeinschaft Bücken/Wietzen führte die Strecke die lange Allee hinauf zur Hohnhorster Mühle, wo die Feuerwehren Wietzen und Warpe mit einigen Aktionen für ihre ehrenamtliche Tätigkeit warben. Viele Teilnehmer legten eine Pause auf dem Anwesen ein.

Nach einem weiteren Stopp beim Tierschutzhof Geißblatt in Warpe machten viele Rast beim Landhaus Hünecke in Nordholz oder beim Landgasthaus Okelmann in Warpe. Einen Ruhepunkt bot auch das Warper „Haus der Sonne“, eine begehbare Skulptur mit einer Lichtkuppel von Künstler Pablo Hirndorf.

Bereits um 14.30 Uhr trafen die ersten Tour-Teilnehmer am Ziel ein, wo sie ein vielfältiges Angebot erwartete. Neben Bratwurst, Crêpes, Eis und Getränken gab es eine Hüpfburg für die Kinder. Und bei Sina und Frank Becker aus Hassel testeten auch die Erwachsenen das Reiten auf „Pony-Fun-Tieren“ in Gestalt von Ponys, Tigern und Zebras, die bis zu 100 Kilogramm belastbar sind.

Fahrradrallye "Grafschaft Hoya ist mobil"

Dietlinde und Torge Schilling aus Rodewald gehörten zu den Ersten im Ziel der Fahrradrallye: „Wir sind zum ersten Mal mitgefahren, und das ist echt eine tolle, sehenswerte Tour, sehr gut ausgeschildert, gut zu fahren, und die Verpflegung ist super“, lobten sie. „Die Strecke war gut, es hat wirklich Spaß gemacht“, fanden auch Gertrude Kriegel und Werner Radecke aus Hoya.

Der Wirtschaftsförderer der Samtgemeinde Grafschaft Hoya, York Schmelter, war gestern Nachmittag mit der Resonanz sehr zufrieden: „1 900 Fragebögen sind ausgeteilt worden, Teilnehmer waren es noch mehr. Es nimmt ja nicht jeder einen Fragebogen mit, einige steigen auch erst unterwegs in die Tour ein“, sagte er. „In diesem Jahr hatten wir bestes Wetter, und die Stimmung war auch gut.“

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