Wegen Schließung von sechs Filialen stellen sie Antrag auf weitere Versammlung

Volksbank-Vertreter: Vorstand soll Pläne überdenken

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Mediengruppe Kreiszeitung

Von Michael Wendt. Die zum 30. September geplante Schließung von sechs Filialen der Volksbank Aller-Weser soll Thema einer außerordentlichen Vertreterversammlung werden. Das wünschen sich unter anderem die Vertreter Heinrich Bodenstab aus Westen, Jörg Pöttger aus Schweringen und Heiko Lange aus Hassel. Laut der Satzung der Volksbank müssen mehr als zehn Prozent der rund 200 Mitgliedervertreter eine Versammlung fordern, damit sie einberufen wird. Diese zehn Prozent seien gefunden, teilt Heiko Lange mit.

Am Montag will er gemeinsam mit Heinrich Bodenstab und Jörg Pöttger dem Volksbank-Vorstand in Hoya die Anträge für eine außerordentliche Vertreterversammlung übergeben.

Bei der Versammlung soll dann über die geplanten Schließungen der Filialen in Hassel, Schweringen, Hoyerhagen, Westen, Bendingbostel und Völkersen gesprochen werden. Deren beabsichtigte Schließung „führte bei den zu vertretenden Mitgliedern in den von Schließungen betroffen Orten und darüber hinaus zu großem Unmut und Unverständnis“, sagt Heiko Lange. „Bei der angestrebten Vertreterversammlung solle der Vorstand aufgefordert werden, zu den Schließungen dezidiert Stellung zu beziehen und die Widersprüche in Bezug auf das Leitbild der Volksbank („Lokal verankert, überregional vernetzt, ihren Mitgliedern verpflichtet und demokratisch organisiert“) zu erläutern.

„Ferner ist es nur schwerlich nachzuvollziehen, wie bei der äußerst positiven Bilanz 2014, die im Rahmen der Vertreterversammlung vom 28. Mai vorgestellt wurde, als Grund für die geplanten Schließungen der Wirtschaftlichkeitsfaktor angeführt wird“, sagt Lange, zumal erhebliche Summen für den Ausbau der größeren Filialen wie Verden vorgesehen seien.

„Der Mensch muss im Mittelpunkt stehen“

„Wenn die Führung der Volksbank sich den Mitgliedern, Kunden und Mitarbeitern verpflichtet fühlen würde, wäre diese Entscheidung nicht im Geheimen, sondern transparent und unter Einbeziehung der Mitgliedervertreter, der Mitglieder, kommunaler Vertreter, Mitarbeiter und Kunden entwickelt worden“, sagt Heiko Lange.

Auch wenn die eine oder andere Begründung schlüssig erscheine, so können nicht von heute auf morgen die Versorgung und der Service gänzlich eingestellt werden, kritisieren er und seine Mitstreiter.

„Hier muss der Mensch, der Kunde im Mittelpunkt stehen und nicht nur die vermeintliche Steigerung des Gewinns“, schreiben sie in einer Pressemitteilung. „Mit der Hoffnung, auch von weiteren Vertretern auf der anstehenden Versammlung Unterstützung zu erfahren, wird der Vorstand aufgefordert, die Planungen zu überdenken und für alle betroffenen Orte kundenorientierte Maßnahmen zu ergreifen.“

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